Bild: Mert Sahin
Der Titel wirkt im ersten Moment wie ein Flex, ist aber vielmehr eine Kampfansage! Für den 19. Dezember hat Zah1de jetzt ihr Debütalbum „Pretty Privilege“ angekündigt – und der Titel steht eigentlich für das genaue Gegenteil. Denn bevor auch nur ein Song erschienen war, erreichte die Berliner Newcomerin auf TikTok ein Level, das in Deutschland kaum jemand vor ihr erreicht hat. Und dennoch wird ihr Erfolg oft auf ihr Aussehen reduziert. „Viele denken, ich hab’s wegen meines Aussehens geschafft, aber vergessen, wie viel ich dafür arbeite“, sagt sie. „Ich krieg nichts geschenkt – ich mach das selber.“
Die 13 Tracks auf dem Album versprechen eine Menge. Sie mischt R&B- und Rap-Einflüsse der 2000er mit zeitgenössischem Sound, baut Lines, Adlibs und Referenzen zu einer eigenen, auffälligen Ästhetik zusammen, so ein Statement zum angekündigten Release. „Ich mach Musik, die ich selber feier’ – und zu der man tanzen kann“, so Zah1de.
Zuletzt hatte sie die Singles „REDE“ mit benno! und „Uff Yaa“ veröffentlicht. Die in Kreuzberg aufgewachsene Berlinerin wurde hörbar von ihrem Umfeld geprägt. HipHop war die Kultur ihres Alltags. Familie, Straßen, Geschichten – alles floss selbstverständlich in die eigene Identität ein. Früh stand sie vor dem Spiegel, wurde beim Tanzen gefilmt; später kam der Schritt zu den Lunatix, der Tanzschule von Serdar Boğatekin. „Er hat immer an mich geglaubt, sogar bevor ich’s selbst getan hab“, erzählt sie. Dort lernte sie nicht nur Moves, sondern Disziplin. Mit gerade einmal 15 Jahren steht Zah1de heute dort, wo andere erst nach Jahren landen – 2026 geht sie dann auch mit ihren ersten großen Live-Shows an den Start.