Bild: Ingo Petramer
Mehr als zwei Jahrzehnte nach ihrer Gründung gehören Madsen längst zu den prägenden Konstanten der deutschsprachigen Rocklandschaft. Doch statt sich auf Erfolgen auszuruhen, zeigt sich die Band aus dem Wendland auf ihrem heute erschienenen zehnten Studioalbum „SMILE“ nach wie vor spiel- und vor allem experimentierfreudig. Im Mittelpunkt steht die Freude am Musikmachen und die Bereitschaft, neue Wege auszuprobieren, diese Haltung prägt die Songs auf dem Album, die zwischen Nachdenklichkeit, gesellschaftlicher Beobachtung und ungebremster Lebenslust pendeln.
Passend zum Album erscheint heute auch das Musikvideo zur Single „Achterbahn“. Der Song bündelt viele jener Qualitäten, die Madsen seit über 20 Jahren zu einer der beliebtesten deutschen Rockbands machen. Ein eingängiger, poppiger Einstieg, ein großer Refrain und ein Chor, der förmlich nach Festival- und Clubbühnen ruft, verleihen dem Stück seine besondere Dynamik. Das nahezu als One-Shot inszenierte Video entstand auf Sizilien und unterstreicht den energiegeladenen Charakter des Songs.
Die ersten Reaktionen in den deutschen Indierock-Blogs auf „SMILE“ fallen begeistert aus. Sounds & Books hebt hervor, wie treffend Madsen das „Dauerchaos der Gegenwart“ einfangen und dabei Wut, Gesellschaftskritik und ehrliche Beobachtungen verbinden. FRIZZ spricht von einer „Platte voll mit Hits“ und bezeichnet es als Kunststück, nach 21 Jahren Bandgeschichte noch immer so frisch zu klingen. Auch Beatblogger lobt die emotionale Intelligenz der Songs, während Krachfink die Kraft und Lebensbejahung des Albums hervorhebt. Festivalstalker fasst den Eindruck schließlich als „tollen Mix aus verschiedensten Emotionen, aus Live-Bangern und Balladen“ zusammen.
Mit „SMILE“ gelingt Madsen ein Album, das die massiven Herausforderungen der Gegenwart nicht ausblendet, ihnen aber Optimismus, Energie und eine bemerkenswerte musikalische Offenheit entgegensetzt.