Bild: Universal Music
Am vergangenen Release-Friday macht Kendrick-Lamar alle Rap-Fans glücklich. Denn der Compton-Native hat vor 5 Tagen ohne jegliche Vorwarnung sein neues mittlerweile sechstes Studioalbum veröffentlicht. Mit dabei sind – ganz wie wir es von so einem Szene-Liebling erwarten – einige bekannte Features. Aber auch kleinere Artists aus Los Angeles sind auf „GNX“ vertreten. Unter anderem SZA und Roddy Ricch tummeln sich in verschiedenen Songs des Albums und sorgen gemeinsam mit Kendrick für den typischen West Coast-Vibe.
Los geht`s mit „Wacced out murals“, dem ersten Song der insgesamt 12 Track-LP, der in Sozialen Medien bereits heiß diskutiert wird. Grund dafür: zensierte Lyrics, die auf verschiedene Streitigkeiten zwischen Kendrick und diversen anderen Rappern - wie dem wohl am meist bekanntesten Rivalen Drake - deuten könnten. „I paid homage and I always mind my business/I made the…,” Rappt der 37-Jährige in einer Zeile, und gibt nicht nur mit diesem Statement der Szene etwas zum drüber Nachdenken. Zusätzlich zu starken Rap-Lines sorgen Vocals der mexikanischen Sängerin Deyra Barrera im Song gerade am Anfang für das gewisse etwas an Melancholie.
Stark im Vordergrund steht die Repräsentation der Straßenkultur von L.A. Das lässt sich besonders im Song „Squabble Up“ erkennen, zu dem Kendrick gerade erst ein passendes Musikvideo gedroppt hat. Zu Beginn des Clips liest der Sänger aus einem Buch mit dem Titel „How To Be More Like Kendrick for Dummies“, welches eindeutig das Selbstbewusstsein unterstreicht, mit dem der US-Amerikaner an die Produktion seines Albums herangegangen ist. Visuell kann der Clip definitiv mit viel Energie und Empowerment überzeugen, reflektiert aber auch bildlich die Herkunft des Rappers und die Kultur, in der er aufgewachsen ist.
Kendrick Fans sind definitiv überzeugt vom spontanen Drop und stimmen sich jetzt schon auf Kendricks Superbowl Auftritt im Februar nächsten Jahres ein. Hier wird er dieses Mal allein im Fokus auf der Bühne des Caesars Superdome Stadiums in New Orleans stehen, nachdem er sich dieses Jahr in Nevada die Bühne mit Dr.Dre, Snoop Dogg, Eminem und Mary J Blige teilte, als die vier quasi als Hip-Hop-Supergroup auftraten.
Wenn ihr Kendrick Lamar hierzulande live sehen wollt, meldet euch einfach für seinen Ticketalarm an. Zwar wissen wir momentan von keinen Tourplänen, aber wenn wir etwas herausfinden, erfahrt ihr es so am frühesten.