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Rock&Pop

Jassin erzählt auf „Arsenalplatz“ vom Erwachsenwerden zwischen Enge und Hoffnung

02.12.2025 von Marie Jahnke

Jassin gehört zu den spannendsten jungen Stimmen im deutschen Pop- und Indie-Kosmos. Der 20-Jährige aus Wittenberg hat in den vergangenen Monaten unter anderem als Support für Trettmann, Schmyt, Paula Hartmann, Apsilon und Soho Bani für Aufsehen gesorgt und dort bereits angedeutet, welch eigene Perspektive er mitbringt. Mit seinem Debütalbum zeigt er nun, was alles in ihm steckt.

Arsenalplatz“ könnte kaum persönlicher sein. Die zwölf Songs spiegeln Jassins Jugend in der ostdeutschen Kleinstadt, erzählen von Rassismus im Fußballverein, der Wucht familiärer Brüche, politischer Frustration, erster Liebe und dem Versuch, seinen Platz in einer Welt zu finden, die selten einfach ist. Der Albumtitel verweist dabei auf einen zentralen Ort seiner Heimatstadt: den Arsenalplatz in Wittenberg. Ein Platz, an dem er Nachmittage verbrachte, der Nähe bot und gleichzeitig Enge bedeutete. Im Album wird dieser Ort zur Metapher für Aufbruch und Zugehörigkeit, für Widersprüche und Wachstum. Musikalisch bewegt sich „Arsenalplatz“ zwischen Indie, elektronischen Texturen und warmer, organischer Produktion – ein moderner Sound, der sowohl atmosphärisch als auch zugänglich wirkt.

Das parallel erschienene Musikvideo zu „Wieder zurück“, seine Zusammenarbeit mit Edwin Rosen, setzt diesen Ansatz visuell fort. Mit reduzierter, melancholischer Bildsprache fängt der Clip jene Mischung aus Nostalgie und Suchbewegung ein, die das Album prägt. Der Song entstand nach einem spontanen Treffen in Innsbruck – und genau so ungefiltert klingt er: ehrlich, ruhig, nah.

Im Dezember geht Jassin mit dem Album erstmals auf eigene Tour durch Deutschland und Österreich.


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