Bild: Michella Bredahl
Thank God it’s Friday! Geneigte Musikfreund*innen wissen: Das bedeutet, dass heute wieder haufenweise neue Alben das Licht der Welt erblicken. Wie jede Woche präsentieren wir euch an dieser Stelle einen bunten Strauß musikalischer Neuheiten.
Es gibt viel zu hören - lasst uns gleich loslegen!
Wenn Rita Ora Alben veröffentlicht, dann macht sie sich auf jeden Fall keinen Zeitdruck: Ganze sechs Jahre vergingen zwischen ihrem Debüt, "Ora", das sie 2012 veröffentlichte und dem Nachfolger "Phoenix". Mit "You & I" ist jetzt ihr dritter Langspieler am Start - und wieder sind fünf Jahre seit dem Vorgänger ins Land gezogen. Ihrem supereingängigen Pop-Sound bleibt sie auch auf dem neuen Album treu. Wird aber, der Titel deutet es ein bisschen an, in ihren Texten viel persönlicher und macht ihre eigene Lovestory und die Beziehung zu Regisseur Taika Waititi zum zentralen Thema der insgesamt zwölf neuen Songs. Eher ungewöhnlich für so ein persönliches Album: Auf dem Song "Praising You" ist mit Fatboy Slim ein prominenter Gast am Start. Bei dem Titel handelt es sich aber auch um eine zeitgemäß aufpolierte Version von seinem "Praise You". Übrigens: Im September kann man Rita Ora in Hannover beim "NDR Plaza Festival" live erleben. Wer über eventuelle Tour-News auf dem Laufenden bleiben möchte, meldet sich für ihren Ticketalarm an.
Bald 10 Jahre Bandgeschichte hat PVRIS auf dem Kerbholz - und veröffentlicht mit "EVERGREEN" ihr mittlerweile viertes Album. Und die Platte unterstreicht einen Fakt, der sich durch das gesamte Werk zieht: Musikalischen Stillstand und Langeweile sind nicht so Lyndsey Gunnulfsens Ding. Die Bandgründerin, Multiinstrumentalistin und mittlerweile auch einziges festes Mitglied von PVRIS widmet sich auf dem neuen Langspieler ebenso dunklen wie poppigen Klängen, wagt zuweilen Ausflüge in Electronica-Gefilde und fasst das ganze dann doch unter der allumschließenden "Alternative"-Klammer zusammen. Spannende, mitreißende Musik, die ihre ganze Kraft und Dynamik am besten live entwickelt. Wenn ihr über mögliche Tourtermine in Deutschland auf dem Laufenden bleiben wollt, meldet euch für den Ticketalarm der Band an.
Mit ihrem Debütalbum „Love and Compromise“ heimste Mahalia 2019 begeisterte Kritiken und zahlreiche Auszeichnungen ein – doch danach fand die britische Sängerin sich plötzlich in einer tiefen Kreativkrise wieder. „Ich fühlte mich, als hätte ich die Fähigkeit Songs zu schreiben, verloren“, sagte sie kürzlich in einem Interview. Dass sie am Ende doch noch die Kurve kriegte, beweist sie nun mit ihrem zweiten Album. „IRL“ heißt es, was für „in real life“ steht. Soul mischt Mahalia in den 13 Songs mühelos mit zeitgenössischem R&B, unterstützt von Feature-Gästen wie Stormzy, Joyce Wrice, JoJo, Destin Conrad und Kojey Radical. Im November kommt sie mit dem Album auch für zwei Termine nach Deutschland.
Wenn es jemanden gibt, der einen in allen Lebensphasen sieht, den guten wie den schlechten, dann ja wohl der Badezimmerspiegel! Ihr Debütalbum hat die 19-jährige Kanadierin Lauren Spencer Smith deshalb „Mirror“ genannt – weil die 15 bewegenden Songs ihre ganz persönlichen Erfahrungen widerspiegeln. Die Streaming-Zahlen der vorab veröffentlichten Singles sind bereits durch die Decke gegangen – „Fingers Crossed“ kommt auf 346 Millionen Streams! – und auch auf Albumlänge weiß Spencer Smith zu überzeugen. Sie hat nicht nur ein Händchen für einfühlsame Balladen mit epischen Refrains, sondern eben auch eine echte Powerstimme, wie man so schnell nicht mehr vergisst. Bad News für alle, die sie gerne mal live erleben wollen: Ihre Deutschlandshows im Herbst sind restlos ausverkauft.