Bild: Urban
Thank God it’s Friday! Sprich: Es gibt neue Musik auf die Ohren! Natürlich können wir euch bei weitem nicht alles, was heute so erschienen ist, hier auflisten. Trotzdem wollen wir euch aber wie jede Woche einen klitzekleinen Überblick über die Album-Highlights der Woche geben, die heute frisch vom Stapel gelaufen sind.
Ein bisschen 80s-Pop, eine Prise Disco, abgeschmeckt mit Funk und eine Menge 90s-Vibes – so sieht das Erfolgsrezept für „Future Nostalgia“ aus. Mit „Don’t Start Now“ hat Dua Lipa bereits vor mehreren Monaten einen hartnäckigen Ohrwurm abgeliefert. Dem folgen nun zehn weitere Tracks auf ihrem mit Spannung erwarteten zweiten Album. Ursprünglich sollte die Platte erst in einer Woche erscheinen. Doch uns kommt es ganz gelegen, dass wir schon jetzt den Soundtrack für die Bewegungs- aka Tanzpause im Home-Office haben.
Im 30. Jahr ihres Bestehens beschenken uns die Grunge-Ikonen Pearl Jam endlich mit ihrem 11. Studioalbum. Der Nachfolger „Lightning Bolt“ (aus 2013!) zeigt Eddie Vedder und seine Jungs in bestechender Form: Tracks wie „Who Ever Said“, „Never Destination“ oder „Superblood Wolfmoon“ sind dermaßen dynamisch und energetisch, dass man das Gefühl hat, als wären wir immer noch in den 90ern. Geniale stilistische Ausreißer wie „Dance Of The Clairvoyants“ oder das emotionale „River Cross“ runden dieses Hammer-Album ab.
„Calm“ ist die neue Platte von 5 Seconds Of Summer ganz und gar nicht. Mit ihrem vierten Longplayer liefern die Jungs ein von Anfang bis Ende tanzwürdiges Popalbum. Der Titel ist übrigens ein Akronym der vier Australier - Calum, Ashton, Luke und Michael. Funfact: In Kooperation mit der Calm-App wird es Songs wie „Easier“, „Old Me“, „Red Desert“ und „Best Years“ schon bald als Remix zur Entspannung geben. Genau das brauchen wir jetzt!
Es ist fünf Jahre her, dass wir von der deutschen Elektropop-Gruppe was Neues gehört haben. Aber 2020 stehen Mia. wieder in den Startlöchern und melden sich mit ihrem siebten Album „Limbo“ zurück! „We are in limbo“ würde man auf Englisch sagen. Ein Schwebezustand und ein Stückchen Ungewissheit – mit elf Songs verarbeitet die Band so einige „Warum?“-Fragen.
2019 belegten Parkway Drive als Headliner beim Wacken Open Air, dass sie nicht weniger als die Gegenwart und Zukunft eines ganzen Genres sind: Wer über die größten Metalbands unserer Zeit spricht, kommt an diesen Aussies nicht mehr vorbei. Mit „Viva The Underdogs“ releasen PWD heute ein Livealbum, das bei besagtem Wacken-Gig aufgezeichnet wurde. Als Bonus sind natürlich die drei deutschen Versionen ihrer Kracher „Vice Grip“, „The Void“ und „Shadow Boxing“ mit dabei: „Würgegriff“, „Die Leere“ und „Schattenboxen“. Kann man machen – wenn man geil ist! Dass die Tour in den Herbst verlegt wurde, habt ihr mitbekommen, oder?
Ganz schönes Hin und Her um „Atlantis“, das ursprünglich mal „Energie“ heißen sollte und bereits für den Dezember 2019 geplant war. Verschiebung in den Februar und neuer Albumtitel folgte, später gab es noch mal ein Instagram-Posting von Fler, das den 27. März als Releasedate ausgab – und jetzt merken wir: Ach, das kam doch schon letzte Woche! Und ist für jeden Fan von zeitgemäßer Rap-Musik auf jeden Fall eine Empfehlung wert. Sound, Delivery und Featuregäste sind vorzüglich.
Brian Fallon nutzt die unbestimmte Pause von The Gaslight Anthem äußerst kreativ: Mit „Local Honey“ veröffentlicht er heute bereits sein drittes Soloalbum seit 2016. Darauf sind zwar „nur“ acht Songs vertreten, doch alle Fans seiner einzigartigen Stimme werden diese natürlich gierig mit ihren Ohren aufsaugen. Mit seinem folkig-verträumten Audiohonig aus lokalem Anbau schafft er es einmal mehr, dieses wohlige Gefühl im Hörer auszulösen… dieses Gefühl, dass womöglich alles gut werden könnte. Die Tour wurde auf Anfang 2021 verschoben!
Auf ihrem neuen Album „SADBOI“ liefern Bars and Melody Urban-Sound vom Feinsten. Da treffen ratternde Hi-Hat-Patterns auf catchy Melodien und feiner Gesang auf gespittete Reime. Mit Mike Singer waren sie nicht nur in Deutschland auf Tour, sondern haben auch eine gemeinsame Single veröffentlicht – jetzt gibt’s Leo und Charlie auf Albumlänge.
Behemoth-Frontsatan Nergal widmet sich wieder den gemäßigteren Klängen und legt das zweite Album seines Dark-Country-Projekts Me And That Man vor. Auf „New Man, New Songs, Same Shit Vol. 1“ bluesrockt er sich mit einer wahren Armada an großartigen Gastsängern durch die Wüste: Madrugada-Zauberstimme Sivert Høyem ist ebenso am Start wie Trivium-Sänger Maff Heafy, Slipknot-Frontmann Corey Taylor und viele andere tolle Stimmen. Dass der Boss der Höllenformation Behemoth auch so eine musikalische Seite hat, kann man immer noch kaum fassen. Was es umso genialer macht!
Sufjan Stevens hat sein neues Album „Aporia“ schon etwas früher veröffentlicht, als es eigentlich geplant war. Bereits seit Mittwoch ist der Langspieler, den er mit Stiefvater Lowell Brams aufgenommen hat, zu haben. Erklärtes Ziel des verfrühten Releases: „Schönheit, Weisheit, Wahrheit und Licht“ in die Leben der Zuhörer*innen zu bringen. Und das gelingt! Von warmen organischen Electronica-Klängen fühlt man sich beim Zuhören, als würde man in eine warme Decke gehüllt.
Ihre Debüt-Single feiert dieses Jahr Volljährigkeit. Ja, das ist wirklich so lange her – 2002 erschien Vanessa Carltons weltweiter Mega-Hit „A Thousand Miles“, und sorgt wahrscheinlich immer noch unweigerlich für Mitwippen und -summen, sobald es irgendwo angespielt wird. Fünf Jahre nach ihrem letzten Album meldet sie sich jetzt mit „Love is an Art“ zurück – und versucht auf Independent-Pfaden an alte Erfolge anzuknüpfen. Ob es ihr gelingen wird? Spannend!