Bild: Benjakon
Deichkind sind längst mehr als nur eine Band – aber was wäre der passendere Titel? Vielleicht „Gesamtkunstwerk“? So gespickt mit Referenzen und Selbstreferenzen, wie das Werk der Formation aus Hamburg ist, so doppeldeutig sowohl Texte als auch Visuals sind, und wie viele der von DK geprägten Begriffe längst Eingang in den alltäglichen Sprachgebrauch gefunden haben – ja, „Gesamtkunstwerk“ dürfte da ziemlich gut passen.
Und für das kommende Frühjahr kündigt sich Nachschub für alle Fans an. Mit „Neues vom Dauerzustand“ ist ein neues Album für den Februar längst bestätigt. Mit „In der Natur“ gab es daraus auch bereits die erste Single daraus zu hören – und wie Deichkind das Kunststück fertiggebracht haben, das schon spektakuläre Musikvideo dazu mit dem Live-Auftritt bei der NDR-Talkshow „Inas Nacht“ noch zu übertreffen, ist uns irgendwie ein Rätsel. Macht aber umso gespannter auf die Tour im kommenden Jahr!
Vor wenigen Stunden hat die Band jetzt Single Nummer zwei geliefert. „Geradeaus“ heißt der neue Song, und das Video hats wieder in sich: Wladimir Kaminer wird endlich Zeuge von Matthias Rusts Überflug in Richtung Roter Platz – den hatte er, seine Leser erinnern sich vielleicht, nach eigenen Angaben damals im Armeedienst schlicht und ergreifend verpennt. Und auch sonst ist’s wieder ein wilder Ritt durchs aktuelle und ältere Zeitgeschehen, der sich einen kritischen Kommentar auf die Wirkweisen der Welt, wie sie gerade ist, definitiv nicht verkneift.
Aber das vielleicht Wichtigste: Der Song, in dem wir endlich auch eine Studio-Strophe von Mehr-oder-weniger-Neu-Deichkind Roger Rekless hören, scheppert wieder mal gewaltig.
Mehr Infos zu den Terminen der „Neues vom Dauerzustand“-Tour 2023 findet ihr zum Beispiel bei EVENTIM.