Bild: Mark Maryanovich
2010 traten Dream Theater beim Summer Sonic Festival in Tokyo auf. Was das Publikum damals nicht ahnte: Es sollte der vorerst letzte gemeinsame Auftritt mit Schlagzeuger und Gründungsmitglied Mike Portnoy sein. An jenem Abend ging eine Ära zu Ende. 2011 übernahm Mike Mangini den freien Platz hinter dem Drumkit. Doch, wie heißt es so schön: Ende gut, alles gut. 2023 ist Portnoy zurückgekehrt – rechtzeitig, um mit seinen Bandkollegen das 40-jährige Dream Theater-Jubiläum mit einer weltumspannenden Tour zu zelebrieren, die 2026 in die nächste Runde geht. Wie die fünf New Yorker nun angekündigt haben, veröffentlichen sie bald einen Mitschnitt der besagten Festival-Show in Japan. Das neue Livealbum „Live In Tokyo, 2010“ erscheint am 13. März im Rahmen der „Lost Not Forgotten Archives“-Reihe und enthält folgende sechs Tracks:
1. A Nightmare To Remember
2. A Rite Of Passage
3. Prophets Of War
4. Wither
5. The Count Of Tuscany
6. Pull Me Under
1985 gegründet, gehören Dream Theater zu den Vorreitern des Progressive Metal. Album-Meilensteine wie „Images and Words“ oder „Metropolis Pt.2: Scenes from a Memory“, Millionen verkaufter Platten, über eine Milliarde Streams und ein Grammy® Award zeugen von ihrem Status als Genre-Ikonen. Die aktuelle Besetzung mit dem zurückgekehrten Drummer Mike Portnoy, Gitarrist John Petrucci, Bassist John Myung, Keyboarder Jordan Rudess und Sänger James LaBrie besitzt unter Fans Kultstatus – auf den Deutschlandkonzerten der 40th Anniversary Tour war das deutlich zu spüren.
Livealben sind seit den Neunzigerjahren fester Bestandteil des Bandkatalogs – und das nicht ohne Grund. Sind Dream Theater auf Tonträger schon beeindruckend, ist ihre Live-Darbietung schlicht atemberaubend. „Live In Tokyo, 2010“ wird dies einmal mehr demonstrieren. Bei seinen rund dreistündigen Shows überzeugt das Quintett nicht allein durch Virtuosität, sondern auch durch Spontaneität, Spielfreude und Songs, wie sie nur von Dream Theater kommen können. Mit ihrem vor knapp einem Jahr veröffentlichten Album „Parasomnia“ knüpft die Band an ihre früheren Werke an – im altbewährten Line-up. So lässt sich auch das neue Livealbum im März dann mit Freude statt mit Wehmut genießen.