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Rock&Pop

Knapp 45 Jahre später: Beide Alben der Nina Hagen Band können erstmals auch gestreamt werden

29.04.2025 von Felix Goth

Die Geschichte der Nina Hagen Band ist kurz und turbulent: Nach nur 21 Monaten, einem furiosen, selbstbetitelten Debütalbum und einem steilen Aufstieg, der die deutsche Musiklandschaft im Handstreich auf links drehte, war schon wieder Schluss – die Sängerin wollte nicht mehr einem Kollektiv mit Bandmusikern angehören.

Man einigt sich. Niemand will den Anderen auf den Füßen stehen. Aber die Band lässt sich auch nicht einfach zur Seite schieben: sie verlangt einen Vertrag, der ihr das Überleben zu viert für einige Zeit sichert“, resümiert Bandmitglied Reinhold Heil. Und weiter: „Das zweite Nina Hagen Band Album soll, genau wie das Erste, von der Band in den Hansa Studios in Berlin eingespielt werden. Aber die Gesänge sollen ohne die Band im Stockholmer Abba Studio aufgenommen werden. Aus bisher nicht geklärten Gründen kommen Band und Sängerin im letzten Augenblich dann aber doch nochmal zusammen... im Hansa Studio 2, um der Scheibe den letzten Schliff zu geben. Eine exzellente Entscheidung, denn das Unbehagen und die Spannung dieser interessanten Woche im November 1979 schlagen sich auch im Klang der Platte deutlich nieder.“

Sein Fazit letzten Endes versöhnlich: „Aus der Entfernung von 46 Jahren erscheinen jedwede Differenzen von damals lächerlich, unnötig und kleinlich. Was bleibt, ist eine Ansammlung von Musikstücken, die bis heute ihresgleichen sucht. Wir alle können uns glücklich schätzen, einander über den Weg gelaufen zu sein.“

Und eben diese Ansammlung von Musikstücken ist jetzt für alle verfügbar, die keinen Plattenspieler ihr Eigentum nennen. Denn knapp 45 Jahre nach Erscheinen gibt’s die beiden Alben jetzt auch bei den einschlägigen Streaminganbietern – und nicht mehr nur in Form limitierter Vinyl Re-Issues.


Nina Hagen Band - Debütalbum

Nina Hagen Band - Unbehagen


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