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Interviews

Backstage mit Kati K: „Ich wollte eine neue Welt aufmachen, die zwei Seiten zeigt“

11.07.2024 von Nadine Wenzlick

Klavierunterricht mit vier, der erste Auftritt im Alter von neun und später Chormitglied – Musik spielte im Leben von Kati K schon immer eine große Rolle. 2015 fing sie dann an, Gesangsvideos auf Instagram zu teilen. Inzwischen hat die 24-Jährige auf ihren Social-Media-Kanälen über 1,8 Millionen Follower. Sie hat bereits mit Philipp Dittberner gesungen, gemeinsam mit FiNCH die Charts gestürmt und eine ausverkaufte Tour im Frühjahr gespielt. Nun endlich ist ihr lang erwartetes Debütalbum „Alles oder Nichts“ erschienen. Im Interview verrät Kati K, warum das Album in zwei Hälften geteilt ist, sie erinnert sich an ihren ersten Auftritt und verrät, was die Fans auf ihrer Tour im November erwartet.

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Kati, mit deiner gemeinsamen Single mit FiNCH gelang dir dieses Jahr erstmals der Charteinstieg. Wann und wobei wurdest du das letzte Mal „erwischt“?

Kati K: Puh, das ist eine gute Frage. Ich glaube, bei dem einen oder anderen Aperol bei meiner Album-Release-Party!

Der Song stammt aus deinem Debütalbum „Alles oder nichts“, das gerade erschienen ist. Was war dir bei dem Album wichtig, wo wolltest du musikalisch und textlich hin?

Ich wollte eine neue Welt aufmachen, die zwei Seiten zeigt. Einmal die dunkle, traurige Seite – die ersten sieben Songs vom Album – wo es hauptsächlich um eine gescheiterte Beziehung, mentale Probleme, Selbstzweifel und so weiter geht. Und die hoffnungsvolle Seite – die letzten sieben Songs, die zeigen, wie schön alles werden kann. Wenn man das Album genau in der Reihenfolge hört, wird man vielleicht auch raushören, dass die Ordnung der Songs genau so Sinn macht.

Welcher Typ bist du: Ist dein Glas eher halb voll oder halb leer?

Ich würde sagen ich bin von beidem ein bisschen. Im Moment eher die hoffnungsvolle und helle Seite. 2019 bis 2021 war hingegen sehr schwierig für mich, wo auch die dunklen Songs des Albums entstanden sind.

Schon als Teenager hast du in den sozialen Medien Gesangsvideos hochgeladen. Wie kamst du zum Singen?

Ich bin in einer musikalischen Familie aufgewachsen und schon sehr früh mit dem Klavier in Berührung gekommen. Meine Mama ist Musiklehrerin und hat mir das sehr früh beigebracht. Das Singen kam dann wie von alleine dazu.

Kannst du dich noch an deinen ersten Konzertbesuch erinnern?

Das war Prinz Pi. Ich bin schon ewig Prinz-Pi-Fan und das war dann auch mein erstes Konzert. Ich hab’s geliebt.

Wann und wo hast du das erste Mal auf einer Bühne gestanden? 

Das erste Mal alleine so richtig bei meinem Abiball. Da durfte ich zwei Songs singen und es war wirklich sehr emotional für mich.

Deine erste Tour hast du im Dezember 2022 gespielt, mit drei ausverkauften Shows. Welche Momente, Ereignisse oder Begegnungen sind dir besonders in Erinnerung geblieben?

Ich glaube die ersten Shows wird man nie vergessen. Deswegen war jede Show einfach wunderschön und unvergesslich. Der Moment, das erste Mal mit den Fans die ganzen Songs zusammen zu singen, war eigentlich das Allerschönste und Berührendste.

Hast du Lampenfieber, bevor du auf die Bühne gehst?

Ich bin nicht mehr so aufgeregt wie bei den ersten Malen. Aber das Aufgeregtsein wird glaube ich nie weggehen. Ich gehe immer ein paar Minuten vorher in mich und schreibe nochmal meiner Mama. Oft bete ich tatsächlich auch leise für mich. Das beruhigt mich sofort. Ansonsten versuche ich, alles einfach zu genießen.

Wie sieht ein typischer Tourtag bei dir aus? Und wie holst du dir einen Ausgleich?

Ein typischer Touralltag sieht meistens so aus, dass wir zusammen alle früh aufstehen und frühstücken. Danach geht es meistens sofort in die Location. Als Ausgleich sind meistens dann die Off-Days da. Ich liebe es, mit allen aus dem Team dann irgendwas Schönes zu unternehmen.

Die eigenen Möbel für Madonna, eine 18 Meter lange Boa-Konstriktor für Mötley Crüe – man hört ja immer mal wieder von ausgefallenen Wünschen der Künstler für ihre Backstage-Räume. Was ist das Verrückteste, das auf deinem Tour-Rider steht?

Bin ich komisch, wenn mir hier tatsächlich nichts einfällt? Mein einziger Wunsch ist meistens einfach nur ein Aperölchen für mich und meine Band nach dem Auftritt (lacht).

In der Vergangenheit warst du schon mit Gregor Hägele und Philip Poisel auf Tour. Gibt es Künstler, mit denen du dir gerne mal die Bühne teilen würdest?

Auf jeden Fall. Mit Ayliva wäre es glaube ich total toll. Aber auch Provinz oder Cro wären zum Beispiel extrem cool!

Welcher Konzertbesuch hat dich zuletzt nachhaltig beeindruckt?

Alligatoah! Die Show war der Wahnsinn!

Im November spielst du zwei Album-Release-Shows. Was können die Leute erwarten?

Die Leute dürfen sich auf ein langes und emotionales Set freuen. Mein erstes Album wird dort natürlich auch komplett gespielt und es wird sehr emotional. Mehr möchte ich noch nicht verraten, das bleibt noch top secret!

Am 9. November 2024 spielt Kati K in Köln, einen Tag später in Hamburg. Tickets für diese beiden „Nur für dich – Die ‚Alles Oder Nichts‘-Album-Release-Shows“ bekommt ihr mit einem Klick auf den Button.

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