Bild: Epitaph
Thank God it’s Friday! Sprich: Es gibt neue Musik auf die Ohren! Natürlich können wir euch bei weitem nicht alles, was heute so erschienen ist, hier auflisten. Trotzdem wollen wir euch aber wie jede Woche einen klitzekleinen Überblick über die Album-Highlights der Woche geben, die heute frisch vom Stapel gelaufen sind.
Auf ihrem mittlerweile neunten Werk klingen die Jungs aus Brighton vielseitiger und variabler als je zuvor. Satte 15 Tracks sind auf dem knapp eine Stunde langen Album zu hören – und keiner ist wie der andere. Von der melodiösen, beinahe linkinparkigen Single „Animals“ über das garstig-ballernde „Black Lungs“ bis zum fast schon verträumt-poppigen „Dead Butterflies“ zeigen Architects hier eindrucksvoll, dass sie inzwischen so viel mehr sind als die Metalcore-Band, die sie mal waren. Mit Winston McCall von Parkway Drive, Simon Neil von Biffy Clyro und Mike Kerr von Royal Blood gibt’s sogar drei großartige Gast-Features zu hören.
Dass Bausa waschechte Pop-Hits schreiben kann, wurde spätestens deutlich, als er mit Apache 207 die aktuelle Single „Madonna“ gedroppt hat. Auf Album Nummer #3 gibt es aber trotzdem nicht nur Chartmucke zu hören, sondern auch einen Bausa, der seine Wurzeln im Rap betont und mit vielen Referenzen an größere und kleinere Acts aus dem In- und Ausland eine gesunde Portion Hip-Hop-Nerdwissen auftischt und mit seinen Fans teilt. Ob ihm die Gratwanderung auf „100 Pro“ gelingt? Entscheidet ihr selbst. Gäste von Rin über Bozza, Ufo361, Apache 207, Juju, Marteria und Sido können sich auf jeden Fall sehen lassen. Und allem Anschein nach dürfen wir in nächster Zeit noch mehr Musik von dem Süddeutschen Musiker erwarten – auf der Platte kündigt er nämlich an, noch weit mehr Tracks als aufs Album passten auf der Festplatte geparkt zu haben.
In zwölf Songs, zu deren Highlights sicher das über 13-minütige „Kingdom Of Heaven Prt. 3 – The Antediluvian Universe” zählt, entführt das Sextett den Hörer in faszinierende Soundwelten, die im Spannungsfeld zwischen Simones kraftvollem Klargesang und Marks garstigen Growls eine ganz besondere Magie entfalten. Zum gewohnten bombastischen Sound der Band gesellen sich orientalische Klänge sowie Orchester und Kinderchor. Inhaltlich handelt das Album davon, dass die Menschheit immer weiter auseinanderdriftet – obwohl die Geschichte doch gezeigt hat, dass wir am meisten erreichen können, wenn wir zusammenarbeiten. Auch die Omega-Punkt-Theorie von Teilhard de Chardin, die besagt, dass sich alles auf einen einheitlichen Endpunkt zubewegt, hat das Album und seinen Titel inspiriert.
Die Fackel wird weitergegeben – einst wurde Justin Bieber von seinem Manager Scooter Braun auf YouTube entdeckt, weil der damals 13-Jährige dort Coverversionen von bekannten Songs veröffentlicht hatte. Und genau das tat auch Madison Beer, bis Justin irgendwann auf ihre Videos stieß und die auf seinen Socials geteilt hat. Das führte zu einer ersten Single 2013, „Melodies“ und – nach seeeeeehr langem Warten – endlich auch zu einem Album. Seit heute ist ihr erster Langspieler „Life Support“ überall zu haben! Die im Laufe des letzten Jahres veröffentlichten Singles haben schon zahlreiche Gold-Auszeichnungen eingeheimst, wir sind uns fast sicher, dass ihr das mit dem catchy Mix aus Pop und R’n’B auch auf Albumlänge gelingen wird.
Von persönlichen Problemen getrieben, zog sich die niederländische Sängerin Anneke van Giersbergen - einst bekannt geworden als (Gold-)Stimme der Metal-Band The Gathering - mit ihrer Gitarre in ein kleines Häuschen im Wald zurück und verarbeitete ihre Gedanken, Sorgen und Ängste in den elf Songs, die nun das Album „The Darkest Skies Are The Brightest“ bilden. Mit ihrer außergewöhnlichen Stimme und Elementen wie Streichern, Hörnern und Percussions legen sich die von Akustik-Gitarren getragenen Songs wie eine wärmende Decke auf das Gemüt und sorgen für wohlige Gefühle. So melancholisch das Album in einigen Momenten dabei sein mag, so sehr schwingt doch in jeder Note auch Hoffnung mit, dass alles wieder gut wird.