Bild: Lennart Brede
Es tut sich einiges bei Grim104. Die eine Hälfte von Zugezogen Maskulin hat schon vor einer Weile ein neues Album angekündigt: „No Country For Old Grim“. Den ersten Vorgeschmack gab’s mit „Artist Dinner mit dem Crazy Frog“ noch über den bandeigenen YouTube-Kanal. Für den zweiten Track aber, „Nie So Cool“, hat Grim direkt einen eigenen Kanal eröffnet.
Besonders spannend: Das Musikvideo zu „Nie So Cool“ ist quasi eine kleine, sechsminütige Mini-Doku – über das wohl unangenehmste, aber zugleich unterhaltsamste Comeback des Jahres, begleitet von einem ziemlich starken Soundtrack. Kurz die Story dahinter: Am 12. November 2005 kassierte Grim104 ein 20-jähriges Hausverbot auf dem größten Volksfest seiner norddeutschen Heimat, dem Zeteler Markt. Jetzt, zwei Jahrzehnte später, kehrt er zurück – und spielt dort seinen neuen Song live.
Was soll man sagen? Da prallen Welten aufeinander. Und das Video macht diese ganze absurde, nostalgische, ein bisschen peinliche, aber extrem unterhaltsame Situation herrlich greifbar.
Die bisher veröffentlichten Songs versprechen eine Menge. Man darf mit einem Album rechnen, das ein finsteres, rasantes Panorama der Gegenwart zeichnet: Digitales Chaos trifft auf globale Erschütterungen, Mittdreißiger-Zweifel auf bitteren Humor. Für das Frühjahr 2026 hat er außerdem eine neue Tour angekündigt. Die „No Country For Old Grim“-Tour umfasst insgesamt zehn Stopps in ganz Deutschland. Der Vorverkauf ist gestartet.