von William Shakespeare
in Kooperation mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
Regie: Nicolai Sykosch
EIm Mittelpunkt der Geschichte stehen zwei junge Menschen im Ausnahmezustand des ersten Verliebtseins. Eine glückversprechende Grenzerfahrung, die Romeo und Julia einander nahe- und zugleich die Bedingungen ihres Umfelds ins Wanken bringt.
Denn sie gehören zwei verfeindeten Familien in Verona an. Und dort gilt über Generationen hinweg ein Prinzip: Kinder werden in scheinbar unumstößliche Ordnungen hineingeboren und dazu genötigt, die Konflikte der Eltern weiterzuführen. Hass wird weitergereicht wie ein Erbstück. Niemand weiß mehr genau, wo die Feindschaft zwischen den Familien Montague und Capulet begann, aber alle wissen, wie man sie fortsetzt.
Diesem Erbe stellen Romeo und Julia eine ungeheure Behauptung entgegen: Es könnte auch anders sein. Für einen Augenblick setzt ihre Liebe außer Kraft, was unverrückbar scheint. Ein Balkon, der nahende Morgen und eine heimliche Hochzeit werden zu Räumen der Utopie – und das Japanische Palais im Sommer zu ihrem Schauplatz.
Mit einem Bein im Rausch der ersten Liebe und mit dem anderen bereits im Grab versucht das berühmteste Liebespaar der Weltliteratur seit über 400 Jahren den Spagat zwischen Glück und Verderben. William Shakespeares Tragödie erzählt von einer Liebe, an der sich bis heute unsere Vorstellungen von Hingabe und Bedingungslosigkeit entzünden.