Paul Ripke kam 1981 als Sohn eines Allgemeinmediziners auf die Welt und wuchs in Heidelberg auf. Sein Vater, ein begeisterter Hobbyfotograf, gab sein Wissen auf gemeinsamen Vater-Sohn-Urlauben an Ripke weiter. Nach anfänglichen unbezahlten Aufträgen, vorwiegend aus der Hip-Hop-Szene, folgte im Jahr 2002 die erste bezahlte Arbeit für das Hip-Hop Magazin Backspin. Im Jahr zuvor gründete Ripke bereits die Ripke GmbH. Ripke, der Autodidakt ist und keine klassische fotografische Ausbildung absolviert hat, studierte Betriebswirtschaftslehre. Angetrieben vom festen Willen, auf eigenen Füßen zu stehen, folgte schließlich die Gründung des Studio PR in Hamburg- Norderstedt und die finanzielle Unabhängigkeit durch die Fotografie.
Im Studio PR und on Location bearbeitet Ripke eine vielfältige Bandbreite an Aufträgen für verschiedenste Kunden. Zu seinen Referenzen gehören eine exklusive Kampagne für den Uhrenhersteller IWC, Modeaufnahmen für Hugo Boss und Werbeaufnahmen für AXE.
Arbeiten aus dem Bereich Sportfotografie machen einen großen Teil von Paul Ripkes Portfolio aus. Im Jahr 2014 begleitete er die Deutsche Fußballnationalmannschaft vom Trainingslager in Südtirol über die Siegesfeier beim WM-Finale in Rio bis einschließlich zur Willkommensfeier in Berlin. Die so entstandenen Bilder sind in Ripkes umfangreichem Bildband One Night in Rio zu sehen. Die besten Bilder aus der Reportage zeigte Ripke zusammen mit der Mannschaft zum Jahrestag des gewonnenen Finales in vier Museen in vier deutschen Städten.
Der Musik, insbesondere dem Hip-Hop, fühlt sich Ripke ähnlich verbunden wie dem Fußball. Zu seinen Referenzen zählen auch Promo- und Konzertfotografien für verschiedene Musiker, darunter Aufnahmen für Marteria, für dessen visuellen Auftritt er sich verantwortlich zeichnet, Arbeiten für Die Toten Hosen, deren „Krach der Republik“-Tour er mit Fotografien und Konzertreportagen begleitete. Bewegte Bilder spielen generell eine immer größere Rolle in Ripkes Schaffen. So drehte er das Musikvideo zu Marterias Hit „Bengalische Tiger“. Weitere Musikvideos entstanden für Fettes Brot, Jan Delay, Maeckes, Prinz Pi und Sido. Auch im Bereich Commercial zeigt sich Ripke aktiv und schuf entsprechende Clips für den FC ST. Pauli, für EA Sports, Nike, Cinestar sowie die ARD Sportschau. Ripke setzt sich für die Charity-Organisation Viva con Agua ein und begleitete 2013 mit den Musikern Marteria und Maeckes einen Brunnenbau in Uganda. 2014 trafen sich die drei erneut mit Afrikanischen Künstlern zum interkulturellen Austausch und zur Unterstützung weiterer Wasserprojekte, wie der Aktion #WaterWater.
Ripke, der großen Wert auf die Trennung kommerzieller und persönlicher Arbeit legt, verfolgt eine Vielzahl eigener Projekte. Während er sich hierbei in den letzten Jahren auf Landschaftsfotografie konzentrierte, stehen nun offenblendige Reisereportagen im Vordergrund. Ripke dokumentierte beispielsweise die gemeinsame Weltreise mit Marteria, die im Buch Mit Marteria zum Glück in die Zukunft II zu sehen sind. Zu großer Beliebtheit brachten es auch seine fotografischen Jahresrückblicke in Form der Bildbände Zweitausendzwölf, 2013 und MMXIV. In diesen visuellen Tagebüchern erhält der Betrachter Einblicke in Ripkes professionelles Schaffen, das sich an Orten rund um den Globus abspielt. Aufgenommen wurden die Bilder durchgängig mit einer Leica M, mit der Ripke die meisten seiner privaten Reportagen aufnimmt. Die Unscheinbarkeit dieser Kamera, mit der er vorwiegend aus der Hüfte fotografiert, ist Grundlage für die Nähe und Natürlichkeit, die diese Bilder kennzeichnet. Im Jahr 2013 veröffentlichte Ripke außerdem den Bildband Zwei Minuten Zufall, der eine Auswahl von 125 Aufnahmen eines vierjährigen Projekts enthält. Dabei entstanden in je zwei Minuten nach demselben Prinzip insgesamt 400 spontan und natürlich wirkende Porträts prominenter Personen.
Ripke lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Hamburg.