Jens Heinrich Claassen
Keine Ursache
Es gibt Menschen, die einfach zu nett für diese Welt sind. Jens Heinrich Claassen ist so einer.
Er bedankt sich ständig, entschuldigt sich, wenn er zu viel Entschuldigung gesagt hat, und trägt mit einem Lachen die Burde des Reichtums. Ja, richtig gelesen: Claassen ist reich, und zwar so richtig. Aber Reichtum allein macht bekanntlich nicht glücklich, zumindest nicht, wenn man ihn wie Jens Heinrich mit trockener Selbstironie und einer Vorliebe für ehrliche, kleine Momente des Lebens betrachtet.
In „Keine Ursache“ erzählt Jens Heinrich Claassen von den wirklich wichtigen Dingen:
dem überleben in einer Gesellschaft, in der Hf6flichkeit ein Relikt aus vergangenen Tagen zu sein scheint. Und natürlich vom Leben als Single. Hier wird es persönlich: Jens Heinrich würde nämlich lieber heute als morgen seine Traumfrau finden, doch der Weg dahin ist mit Tücken gepflastert. Tinder-Swipes, charmant-uncharmante erste Dates und die ein oder andere melancholische Klaviermelodie begleiten ihn dabei.
Zwischen seinen Geschichten setzt er sich ans Klavier, als wäre es das Natürlichste der Welt, aus den absurden Alltagssituationen spontan ein Lied zu zaubern. Es ist diese Mischung aus Leichtigkeit und tiefsinnigem Humor, die „Keine Ursache“ zu einem Abendmacht, bei dem man sich herzlich amüsiert und gleichzeitig wundert, warum man über diese Themen nicht selbst schon längst gelacht hat.