Der Raub der Sabinerinnen
-Ein Schwank von Franz und Paul von Schönthan-
Der Begriff „Schwank“, wie ihn die Österreicher verwenden, lässt sich zwar mit „Lustspiel“ übersetzen, doch umfasst er weit mehr. Im Schwank geht es um menschliche Tölpeleien, Eitelkeiten und das Verstecken unserer Schwächen – all die endlosen Facetten unseres verdrehten Wesens. Was einen Schwank besonders macht? Wir lernen, über uns selbst zu lachen und begegnen den Widrigkeiten des Lebens mit einem lauten Lachen.
„Der Raub der Sabinerinnen“ ist ein Paradebeispiel für ein „derbkomisches“ Bühnenstück, ein echtes Volksstück. Es ist immer lustig und listig, aber nur wenig belehrend. Das Stück lädt das Publikum dazu ein, sich selbst und die menschliche Natur mit Humor zu betrachten.
Der bekannte Kritiker Alfred Kerr äußerte sich zur Erstaufführung des Stückes mit den Worten: „Die Leute liegen vor Lachen auf den Stühlen, Ich auch!“ Diese Reaktion spiegelt die ausgelassene und mitreißende Stimmung wider, die das Werk erzeugen kann
Sollte es dem Frauenzimmertheater Leipzig einmal nicht gelingen, die Zuschauer mit dieser heiteren Stimmung anzustecken, bleibt immer noch der typisch österreichische Trost: „Ach geh, geh Hamm und geh Scheißen!“
Regie: Ev Schreiber + Spiel: Nathalie Jaworski, Antje Poser, Josephine Rab