Seit Jahrzehnten begeistert der Chinesische Nationalcircus ein internationales Publikum mit atemberaubenden Inszenierungen der Einheit von Körper, Geist und Seele. Diese „Zaji“ genannte traditionelle Form der Akrobatik ermöglicht es den Artisten, schier unglaubliche Kunststücke zu vollführen.
Der Chinesische Nationalcircus schlägt Brücken zwischen Welten
Der Anspruch des Chinesischen Nationalcircus und des europäisch-asiatischen Produzententeams dahinter ist es, eine Brücke zwischen unseren unterschiedlichen Welten zu bauen. Die über zweitausendjährige Kultur Chinas ist facettenreich, für Europäer teilweise mystisch – und in jedem Fall faszinierend. Jede Tour des Chinesischen Nationalcircus, der bereits seit über drei Jahrzehnten mit immer wieder neuen Programmen durch Europa reist, entführt die Besucher in eine andere Welt.
Ein chinesischer Circus ist prinzipiell als sogenannte „Guckkastenbühne“ konzipiert, das heißt: mit nur einer zum Publikum hin geöffneten Seite und Gassen oder seitlichen Aufgängen wie im klassischen Theater, beim Ballett oder in der Oper. In den 1990er-Jahren tritt der Chinesische Nationalcircus mit seinen Touren zwar fast ausschließlich in Zelten auf, kehrt jedoch bald wieder auf bekannte Bühnen und in beliebte Hallen zurück.
Der Zauber Chinas, dargeboten in variantenreichen Shows
Chinesische Kampfmönche können durch hartes Training und Meditation nahezu unglaubliche Kräfte freisetzen. Nach diesen als „Zaji“ bekannten traditionellen Methoden arbeiten auch die nach Perfektion strebenden Artisten und Artistinnen des Circus. Für jede Tour des Chinesischen Nationalcircus wird ein vollkommen neues Konzept unter einem bestimmten Thema erstellt.
Ziel der Macher ist es dabei immer, dem Publikum den Zauber Chinas, aber auch den einzigartigen Spirit nahezubringen, der die Darstellenden auszeichnet. Wenn die Akrobaten dank ihrer körperlichen und mentalen Kraft Nummern darbieten, die über das Menschenmögliche hinauszugehen scheinen, stockt den Zuschauern regelmäßig der Atem.
Im Jahr 2000 übernehmen Raoul Schoregge und sein Team die Produktion vom Vorgänger André Heller. Die ersten Shows des Chinesischen Nationalcircus nach der Jahrtausendwende begeistern das Publikum in Europa vor allem mit außergewöhnlichen akrobatischen Spitzenleistungen. Nach einer Änderung des Konzepts vermitteln die Künstler und Künstlerinnen mehr über die Geschichte und Kultur Chinas.
Die Titel der verschiedenen Shows verweisen auf den jeweiligen Themenschwerpunkt. So beleuchtet beispielsweise „Dschingis Khan“ die mongolischen Einflüsse in China. „Der letzte Kaiser“ behandelt das Ende des Kaiserreichs. „Mulan“ erzählt die Geschichte einer legendären Heldin. Mit Programmen wie „Seidenstraße“, „Shanghai Nights“ und „Chinatown“ greifen die Shows des Chinesischen Nationalcircus auch immer wieder die Verbindungen zwischen Europa und China auf.
Der Chinesische Nationalcircus: Ein faszinierendes Event für die ganze Familie
Diese Art der Zirkuskunst kommt ganz ohne Clowns und Raubtiershow aus. Im Mittelpunkt steht eine Geschichte, verbildlicht mit den Mitteln der Akrobatik, eingerahmt von sorgfältig abgestimmten Bühnenelementen, stimmungsvollen Lichtinszenierungen und abwechslungsreicher Musik. Von dieser einzigartigen Mischung aus Kultur, Poesie, Akrobatik, Anmut und Kraft lassen sich kleine und große Zuschauer gleichermaßen mitreißen.
Wer Tickets für den Chinesischen Nationalcircus hat, reist ohne Flieger in das mystische Reich der Mitte. Mehr als zehn Millionen Besucher hat der Circus über die Jahre schon in seinen Bann gezogen. Die Artisten gehören international zu den Besten ihres Fachs. Ausgebildet werden sie in den rund 1.000 Circus-Schulen, die es in der Volksrepublik China gibt. Den Traditionen verpflichtet, dabei der Zukunft zugewandt: Genauso präsentieren sich die Inszenierungen des Chinesischen Nationalcircus.