In der Welt von bleood ist nichts, wie man es erwartet. Seit drei Jahren schreibt der 21-jährige Rapper aus den USA seine eigenen Regeln im modernen Rap-Game. Jedoch nur, um diese direkt wieder zu brechen. Inmitten von verzerrten Synthesizern, schrillen Sound-Effekten, Bedroom-Pop-Vibes und überlagerten Rap- sowie Auto-Tune-Vocals kreiert bleood eine eigene Nische, die etliche Rap-Subgenres aufgreift und um diverse Einflüsse bereichert. Visuell kreiert bleood eine Welt, die zwischen Slasher-Ästhetik, ironischen Meme-Collagen, LSD-Trip-Visuals sowie einer unübersehbaren Vorliebe für Seehunde liegt und seinen facettenreichen Sound perfekt inszeniert. Nach einer spontanen Show im Berliner Mikropol im April 2026 und der überraschenden Veröffentlichung seines aktuellen Albums „PROTAGONIST“ kommt der Rapper im Frühherbst auf seiner Kill Your Idols Europe Tour nach Köln, Zürich, München, Wien, Hamburg sowie Berlin.
Hinter bleood steht Jamari Spencer, der seine Karriere im Alter von 14 Jahren begann. Damals agierte er noch unter seinem Alias m4ri, experimentierte mit Cloud Rap sowie 2k13 Hood EDM und trat Kollektiven wie Scarlet oder Infrared bei. Schließlich war es der Kontakt zu xaviersobased und dessen Kollektiv 1c, der ihm den größten Aufwind brachte, seinen eigenen Sound zu identifizieren. Nach der Gründung seines eigenen Kollektivs #back begann Spencer 2023 unter dem Namen deffici1e mit der EP „seal of memories“ zunächst neu, nur um kurz darauf zu seinem aktuellen Künstlernamen bleood zu finden. Während er zu Anfang seiner Karriere mit Genres wie Hyper-Pop und Cloud Rap agierte, führten seine Sound-Experimente auf dem Debüt-Mixtape „pain“ zu Einflüssen aus Hardstyle, Rap und Dance Music. Doch bleood wäre nicht bleood, wenn er nicht bereits auf seinem nächsten Mixtape einen neuen Ansatz verfolgt hätte. Mit einem Fokus auf Trap, Digicore und Rage Rap hatte sein nächstes Mixtape „rascal 51“ hörbar härtere Kanten. Am 14. Mai dieses Jahres veröffentlichte bleood sein neues Album „PROTAGONIST“ und führte seine Brüche mit gängigen Konventionen weiter. Auf der Platte, die mit einem facettenreichen Visualiser erschien, widmet sich der Experimentalist gewissermaßen einem Rundumschlag von all dem, was seine bisherige Karriere ausgezeichnet hat. Allerdings agiert bleood dabei einen Ticken zugänglicher als zuvor, was sich primär in klareren Strukturen und eingängigen Melodien widerspiegelt, wie der Song „codeine tears“ beweist.