Eine der wichtigsten Stimmen der amerikanischen Gegenwartsliteratur, gelesen von einer der prägnantesten Stimmen deutschsprachiger Schauspielkunst: T.C. Boyle und Ben Becker haben auf einer gemeinsamen „No Way Home“-Tour vergangenen Herbst den neuesten Roman des Bestsellerautors vorgestellt. Und sie sind bei diesem Road-Trip Künstlerfreunde geworden. Vermutlich, weil es T.C. Boyles facettenreichstes Buch ist und Ben Becker wie kein anderer die verschiedenen Seiten und Sichtweisen von Boyles Figuren zum Leben erweckt. Jetzt setzt Ben Becker die „No Way Home“-Tour solo fort. Dabei ist er T.C. Boyle so nah wie kein anderer, nicht nur weil Interpret und Autor ein künstlerisches Vertrauensverhältnis verbindet, sondern auch weil Ben Becker die Extreme des Romans in sich vereint. Die moralisch gute Seite der Geschichte von „No Way Home“ wird erzählt aus Sicht des Assistenzarztes Terry, den der Tod seiner Mutter aus der Bahn wirft, obwohl er täglich mit dem Tod zu tun hat. Terry, der permanent in einer Klinik in L.A. arbeitet, erbt unverhofft das Haus seiner Mutter in dem Provinzkaff Boulder City, mitten in der Wüste von Nevada, unweit eines gigantomanischen Stausees, der mit jedem Jahr weiter austrocknet. Als Terry das verwaiste Haus seiner Mutter besucht, lernt er Bethany kennen: attraktiv, manipulativ und wohnungslos. Mit ihr findet sich Terry in einem anderen Leben wieder, über das er zusehends die Kontrolle verliert.