Ein rappender Hüne mit Wurzeln in Rheinland-Pfalz: Apache 207 kombiniert Pop-Refrains, coole Rhymes und die Musik der 1980er-Jahre und erobert mit dieser ebenso eigenwilligen wie genialen Mischung die deutschen Charts.
Geboren wird Apache 207 am 23. Oktober 1997 in Ludwigshafen am Rhein in der Nähe von Mannheim. Sein bürgerlicher Name lautet Volkan Yaman. In seinen Songs kann er zumindest in Teilen eine vergleichsweise harte Jugend verarbeiten. Dabei spielen in den Texten Drogen, Sex und Geld wenn überhaupt allerdings nur eine ironisch konnotierte Rolle.
Wie man aufgrund seines Künstlernamens nicht unbedingt vermuten würde, liegen die Wurzeln des Musikers in der Türkei. Der Zusatz 207 steht für den Bundestagswahlkreis seiner Heimatstadt Ludwigshafen.
Der junge Volkan Yaman wächst dort in ärmlichen Verhältnissen im Stadtteil Niederfeld auf und spielt in seiner Jugend erfolgreich Fußball. Seine Schulkarriere beendet er skandalfrei mit dem Abitur.
Die Karriere von Apache 207 beginnt im Internet
Nach der Schule folgt eine Lehre als Kfz-Mechatroniker, angeblich auch ein abgebrochenes Studium der Rechtswissenschaften in Mainz. Spätere Hit-Singles wie „Roller“ und sein markanter Look in blauer Latzhose werden dem handwerklichen Hintergrund durchaus gerecht.
Seine musikalische Karriere mit eigenen Raps startet online, wo bekannte Hip-Hop-Künstler schnell auf ihn aufmerksam werden und seine Inhalte, Lieder und Videos teilen, was Apaches Bekanntheit schnell steigert.
Zu den Rap-Größen, die dem zwei Meter großen Künstler bereits früh eine steile Karriere prophezeien, gehört Bausa. Auch der bekannte Rapper RAF Camora ist früh daran interessiert, einen Song mit Apache 207 aufzunehmen – doch Bausa kommt ihm zuvor. Im Internet gehen die Klicks und Likes für Apache bereits durch die Decke, bevor er im Jahr 2020 seine erste EP auf den Markt bringt.
Apache 207 geht als Rapper eigene Wege
Der unkonventionelle Rapper passt nicht so recht in die Schubladen, in die man Rap-Musik üblicherweise steckt. Er singt melodisch, äußert sich zu vielen Themen reflektiert und kritisch, verzichtet auf die klassischen Klischees und hinterfragt Fame und Geld. Der Künstler hat zudem einen ganz eigenen Look. Manche Medien beschreiben ihn gar als „Falco des Deutschrap“.
2019 unterschreibt Apache 207 beim Label TwoSides von Sony. Der Titel „Kein Problem“ stürmt das Internet mit millionenfachen Aufrufen. Schon der nächste Song „Brot nach Hause“ schafft es im Mai 2019 in die offiziellen Charts. Darauf folgt der Track „Roller“, der im August 2019 sofort Platz 2 der Singlecharts erobert und kurz darauf auf Platz 1 klettert. Zu diesem Zeitpunkt gibt es noch kein Album des Künstlers, seine erste EP mit acht weiteren Tracks erscheint im Oktober 2019.
Ein kometenhafter Aufstieg
Das Debüt-Album mit dem Titel „Treppenhaus“ veröffentlicht der Rapper 2020. Das Album erobert Platz 1 der deutschen Charts und hält sich satte 57 Wochen in den Billboard Charts – die angekündigte und ausverkaufte Tour kann wegen der Corona-Pandemie allerdings zunächst nicht stattfinden. Dafür erscheint 2021 das Album „2sad2disco“, das in vier Kapiteln bzw. Singles zwischen September und November 2021 veröffentlicht wird. Nach über zwei Jahren Corona, dreimaliger Verschiebung und unzähligen Proben, findet 2022 dann endlich die ausverkaufte Tour statt, die die Fans begeistert. Wenige Tage nach der Tour kündigt Apache 207 Zusatzshows an, die in wenigen Minuten ausverkauft sind.
Die Karriere des Rappers steht unter einem steigenden Stern und seine Fangemeinde wächst stetig. Im Januar veröffentlicht der Rapper gemeinsam mit Udo Lindenberg den Song „Komet“ , der noch im selben Jahr drei Mal mit der Goldenen Schallplatte ausgezeichnet wird. Seit dem Einstieg in die deutschen Charts konnte er sich ohne Unterbrechung 30 Wochen lang, also über ein halbes Jahr, auf den ersten beiden Plätzen halten – 21 Wochen davon an der Chartspitze – und wurde mittlerweile zum Song, der am häufigsten überhaupt in den Top 10 platziert war.
Am 9. Juni 2023 erscheint das Album „Gartenstadt“ des Rappers, dessen Titel auf den gleichnamigen Ludwigshafener Stadtteil zurückgeht, in dem Apache 207 seine Kindheit verbracht hat. „Gartenstadt“ steigt ebenfalls an die Spitze der Albumcharts und führt den kometenhaften Aufstieg des Musikers fort. Im selben Jahr spielt er vor über 250.000 Fans eine mitreißende Show. 2024 folgt eine Arena-Tour 2024 in 12 Städten der DACH-Region. Dort drehte Apache 207 vor insgesamt 300.000 Fans wieder einmal so richtig auf, 2025 und 2026 spielt er ebenfalls vor Hunderttausenden! Wer den Ausnahme-Rapper auch live auf Tour erleben will, sollte sich am besten frühzeitig Tickets für die Apache 207-Show der Wahl sichern.