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Sport

Damals, als Maradona kam

07.11.2017 von Frank Schümann

1. FC Lokomotive Leipzig ist seit der Neugründung wieder auf dem aufsteigenden Ast

Es war ein ganz besonderer Moment, dieser Moment im Oktober 1989: Kein Geringerer als Diego Armando Maradona, seinerzeit der beste Fußballer der Welt, betrat den Rasen des Leipziger Zentralstadions, das mit 80.000 Zuschauern prall gefüllt war. Die wollten die "Loksche", wie Lokomotive Leipzig auch heute noch liebevoll genannt wird, siegen sehen gegen Maradonas SSC Neapel. Das gelang zwar nicht – das Spiel endete Remis und die Leipziger schieden in dieser Runde aus – das Match hat aber bis heute einen speziellen Stellenwert in der an besonderen Momenten nicht armen Geschichte des 1. FC Lokomotive Leipzig.

Leider war es auch das bislang letzte Europapokalspiel der "Loksche". 1991 erfolgte die Um- bzw. Rückbenennung in den VfB Leipzig (unter diesem Namen war man einst sogar erster Deutscher Meister geworden), kurz darauf folgte sogar ein einjähriges Gastspiel in der ersten deutschen Bundesliga – nach einigen Jahren in der 2. Liga dann aber auch ein fast beispielloser Absturz in die Oberliga. 2004 wurde die erste Männermannschaft des VfB Leipzig aufgelöst. Fast zeitgleich gründete sich der 1. FC Lokomotive Leipzig neu – und übernahm die erfolgreichen Nachwuchsmannschaften und die in der 2. Liga kickenden Fußball-Damen vom VfB.

Wechselvolle Geschichte

War der Anspruch dieser Neugründung zunächst, den vielen fußballbegeisterten Leipziger Jugendlichen eine gute Vereinsplattform zu bieten, so ging es doch quasi im Eilzugtempo binnen weniger Jahre zurück in die Oberliga. Mehr als 5.000 Fans waren 2004 bei strömendem Regen zu ihrem ersten Pflichtspiel überhaupt gepilgert, bald stellten 12.421 Zuschauer gegen Eintracht Großdeuben einen Besucherweltrekord der untersten Spielklasse auf, ehe sogar Rekordnationalspieler Lothar Matthäus für den 1. FC Lok noch einmal seine Schuhe schnürte. Von einer einmaligen Euphoriewelle getragen, stieg das Team unter Trainer Rainer Lisiewicz zwischen 2004 und 2008 ohne Zwischenstopp von der 3. Kreisklasse hinauf bis in die NOFV-Oberliga Süd.

2015/16 gelang dann auch endlich der langersehnte Aufstieg in die Regionalliga Nordost, in der Lokomotive Leipzig auch heute noch spielt – immer noch unter dem Aufstiegstrainer und Ex-Profi Heiko Scholz, der Ende der 80er Jahre auch Mitglied der legendären Europapokalmannschaft war. In der aktuellen Saison stand der 1. FC nach 13 Spieltagen auf einem gutem 5. Platz!

Leidenschaft und Tradition

Und auch ein Leitbild mit einer klaren Markenorientierung gibt es mittlerweile: die Verantwortlichen des 1. FC Lokomotive setzen auf "Fußball pur – auf Nachwuchsarbeit, Leidenschaft, Tradition, Ehrenamt und Breitensport." Der 1. FC Lokomotive Leipzig versteht sich als unverwechselbarer Leipziger Fußballclub in einem authentischen Umfeld und möchte sich damit auch deutlich vom Bundesligisten RB Leipzig abgrenzen. Die Besucherzahlen zeigen, sodass der Plan aufzugehen scheint – und von mehr geträumt werden darf bekanntlich immer!

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