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Hip-Hop

Zwischen Straßenrap & Soul: Newcomer ISAIAH verbindet in seiner Musik vermeintliche Widersprüche

19.09.2022 von Felix Goth

Sohn berühmter Eltern zu sein, kann sowohl ein Türöffner als auch eine Bürde sein – manchmal sogar beides gleichzeitig. Und dieser Umstand ist ein weiterer, scheinbarer Widerspruch, wenn man sich das künstlerische Schaffen von Isaiah anschaut. Als Sohn von Joy Denalane und Max Herre hätten sich dem jungen Berliner Rapper sicherlich viel früher als mit Anfang zwanzig zahlreiche musikalische Möglichkeiten geboten – hat er aber ausgeschlagen. „Ich wollte lieber ‚normal‘ arbeiten gehen und das habe ich die letzten Jahre auch gemacht“, sagt er lakonisch.

Und so scheinbar widersprüchlich ist dann auch die gesamte Welt, in der er aufgewachsen ist. Zwischen Bordstein und Belle Etage, zwischen Blauen Briefen und Bücherregalen, zwischen verrauchtem Backstage und behütetem Zuhause. Und zwischen Rap und Soul: Liefen in seinem Kinderzimmer doch gleichermaßen Earth, Wind & Fire und Haftbefehl.

Sein musikalisches und sprachliches Talent waren ihm und seinem Umfeld allerdings früh klar: „Ich war nie der beste Basketballer, ich war nie der beste Fußballer, ich war nie der beste Schüler, aber ich wusste eigentlich schon immer, dass ich besser rappen konnte als die anderen“, sagt er selbstbewusst. Und mit „CHBABY“ – CHB für Charlottenburg, seinen Berliner Heimatbezirk – hat er bereits ein vielbeachtetes Debüt abgeliefert.

Jetzt gibt’s Nachschub: Auf „OMW“ beschreibt er das Leben junger Großstädter zwischen ihrer Suche nach Orientierung in der Welt und der harschen Realität des Alltags. Als Teaser sind auf dem Song auch Klänge aus „STRUGGLE“ zuhören – auf dem Track verhandelt der junge Künstler Beziehungsprobleme, beschreibt den schmalen Grat zwischen Aufrichtigkeit und falsch formulierter Kritik. Im November darf man sich auf seine erste EP freuen.

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