Bild: Harry Miller/Nikita Lünnemann
Die Aufregung steigt, der ESC-Vorentscheid rückt näher: Am 28. Februar findet die Show statt, bei der ermittelt wird, wer Deutschland beim Eurovision Song Contest 2026 vertreten darf. Die neun Kandidatinnen und Kandidaten sowie deren Titel stehen mittlerweile fest. Zwei von ihnen haben ihre Songs ganz frisch veröffentlicht. Das Berliner Singer-Songwriterinnen-Quartett Dreamboys The Band geht mit dem Lied „Jeanie“ in den Musikwettbewerb, während sich Solo-Artist wavvyboi aus Liechtenstein für „black glitter“ entschieden hat und verspricht: „I’ll give you the show of your life!“.
So wie die neun teilnehmenden Acts mit ihren Titeln eine enorme stilistische Bandbreite abbilden, sind auch die beiden jüngst erschienenen Singles von Dreamboys The Band und wavvy höchst unterschiedlich geartet. Mit „Jeanie“ schicken die Musikerinnen aus der Hauptstadt ihre erste Single als Band ins Rennen – alle vier haben zuvor bereits als Solokünstlerinnen unter den Namen Philippa Kinsky, Jo The Man The Music, Nina Caroline und Villforth Musik gemacht. „Jeanie“ ist ein organischer Indie-Pop-Track voller warmer Harmonien. Als Ode an die eigene Stärke vermittelt er eine positive Botschaft: „Jeanie, don’t you know you got it all / You don’t have to please 'em all / We got nothing to prove“. Ein starker Beitrag!
Deutlich rockiger geht es bei wavvyboi zu, der dem ESC mit „black glitter“ eine ordentliche Portion Glam verpassen will – in maximaler Lautstärke. Als nonbinärer Artist verbindet wavvyboi seinen hitverdächtigen Song mit einem Statement gegen Ausgrenzung und für eine queere Community. Mit dem Auftritt beim ESC-Vorentscheid wird ein lange gehegter Traum Wirklichkeit, wie wavvyboi verrät:
„Als ich früh mit dem Gitarrespielen anfing, habe ich mir ausgemalt, wie es wäre, meine Musik einmal vor einem großen Publikum zu teilen. Gleichzeitig wusste ich, dass ich gerne einmal auf der Bühne des ESC stehen möchte. Mit meiner Musik und meiner Persönlichkeit möchte ich ein starkes Zeichen setzen – für Sichtbarkeit und Diversität ohne Genregrenzen.“
In der Tat greifen Genregrenzen bei „black glitter“ ebenso wenig wie vordefinierte Geschlechter-Codes bei wavvyboi. Nach dieser Songveröffentlichung und dem selbstbewussten Versprechen der „show of your life“ steigt die Spannung auf den wavvyboi-Auftritt am 28.2.