Bild: Ashlea Bea
Vom Geheimtipp zu einer der spannendsten Newcomer-Bands Europas innerhalb kürzester Zeit – du fragst dich, um wen es gerade geht? Die Rede ist von Split Chain. Die fünfköpfige Band aus Bristol, bestehend aus Bert Martínez-Cowles (Gesang), Tom Davies (Bass), Aaron Black (Schlagzeug), Oli Bowles (Gitarre) und Jake Reid (Gitarre) ist eine der vielversprechendsten und frischesten Stimmen im Rock.
Gegründet wurde Split Chain 2023 aus den ehemaligen Mitgliedern verschiedener lokaler Bands und einer gemeinsamen Vision: Musik zu machen, die Grenzen sprengt und trotzdem tief verwurzelt in den Einflüssen von Nu Metal, Shoegaze, Grunge und Emo bleibt.
Die Bandmitglieder, alle aus der DIY-Szene Bristols kommend, bringen ihren individuellen Sound mit und schaffen damit eine gemeinsame neue Richtung, die sie selbst als „Dreamo“ bezeichnen – eine Mischung aus Nostalgie und Moderne, Melancholie und Energie. Dabei ist ihr Mantra „The Chain macht, was sie will“ ihr ständiger Begleiter und steht für die uneingeschränkte kreative Freiheit , mit der sie an ihre Kunst herangehen. Der Schlüssel zum Erfolg der Band liegt, laut ihnen selbst, im Vertrauen in ihren eigenen Weg, der sich organisch, authentisch und auch mal chaotisch nach vorne bahnt.
Ihre neue Single „who am i?” ist nicht nur ein Vorbote des heiß erwarteten Debütalbums „motionblur“, das am 11. Juli 2025 erscheinen soll, sondern auch ein sehr persönlicher Einblick in die Gefühle der Bandmitglieder. Frontmann Bert Martínez-Cowles beschreibt „who am i?“ als eine Single, die die inneren Kritiker thematisiert, die gerade durch den plötzlichen Erfolg immer lauter werden. Es geht um Selbstzweifel, Imposter-Syndrom und das ständige Hinterfragen der eigenen Identität. „I ask to be here every time / But it’s faith in myself I can’t seem to find“ – Zeilen, die den Kampf mit den eigenen Unsicherheiten auf den Punkt bringen. Neben all den Zweifeln und Unsicherheiten ermutigt „who am i?“ aber auch, an sich selbst zu glauben und die negativen Kreisläufe des Grübelns zu unterbrechen, so Bert Martinez-Cowles.
Das Musikvideo zur Single zeigt die Band in schnellen Schnitten und unscharfen, verwackelten Videos. Die immer wieder erscheinenden Nahaufnahmen der Gesichter der Bandmitglieder zeigen ihre innere Zerrissenheit und Unsicherheit eindringlich. Vor einem großen Spiegel fragen sie sich immer wieder „who am i?“. Eine fast schon intime Ästhetik, die zeigt, dass es keine große Inszenierung braucht, um Gefühle zu transportieren.
Mit „motionblur“ steht nun ein Debütalbum in den Startlöchern, das auch als „Coming-of-Age-Story“ funktionieren könnte. Es handelt von den widersprüchlichen Gefühlen des Erwachsenwerdens, von Angst, Euphorie, (Wachstums-) Schmerz und dem Entdecken des wahren Selbst. Es ist ein Plädoyer für Authentizität und das Recht, sich immer wieder neu zu erfinden.
Wer Split Chain live erleben will, hat dazu in diesem Juni noch die Gelegenheit: Die Band geht auf große Europa- und Nordamerika-Tour und macht dabei auch mehrfach in Deutschland Halt. Dabei bringen Split Chain nicht nur neue Songs, sondern auch jede Menge Energie und Emotionen mit auf die Bühne – ein Pflichttermin für alle, die wissen wollen, wohin sich moderner Alternative Rock gerade entwickelt.