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Pop

Taylor Swift veröffentlicht ihr Musikvideo zu „Opalite“ – aber warum nur auf Spotify und Apple Music?

05.02.2026 von Susan Barth

Update vom 09. Februar 2026

Mittlerweile könnt ihr das starbesetzte Musikvideo zu „Opalite“ auch auf YouTube sehen. Hier erfahrt ihr mehr!


Am 3. Oktober 2025 erschien „The Life of a Showgirl“, das zwölfte Studioalbum von Weltstar Taylor Swift und nur drei Tage später konnten sich Fans über das Musikvideo zu „The Fate of Ophelia“ freuen. Vier Monate später hat die Singer-Songwriterin endlich ein weiteres Musikvideo angekündigt: Auf ihrer Website läuft ein Countdown zum Release von „Opalite“.

Taylor Swift - Opalite (Visualizer)



Das Musikvideo zu „Opalite“ erscheint am Freitag zunächst nur auf Streamingplattformen mit Abo-Modellen. Erst wenige Tage später soll es auch auf YouTube verfügbar sein. Das ist erst einmal irritierend. Schließlich ist YouTube für Musikvideos immer noch die größte Bühne weltweit. Doch Taylor Swifts Entscheidung ist alles andere als spontan, sondern hat einen einfachen Grund:

Die Charts. Während bei uns in Deutschland die Offiziellen Deutschen Charts den Ton angeben, sind es in den USA allen voran die Billboard-Charts. Dort zählen Streams schon lange nicht mehr alle gleich: Bezahlte Streams über Abos wie Spotify Premium oder Apple Music fließen stärker in die Chartwertung ein als kostenlose, werbefinanzierte Streams wie zum Beispiel über YouTube.

Ende 2025 hat sich dieser Unterschied noch weiter verschärft und YouTube zog eine harte Konsequenz: Das Videoportal stellt seine Daten den Billboard-Charts seit Januar gar nicht mehr zur Verfügung. Daraus folgt, dass YouTube-Views für die offiziellen US-Charts praktisch keinen Einfluss mehr haben.

Für Künstler*innen wie Taylor Swift ist das ein klares Signal. Wer mit einem Release gezielt auf Chartplatzierungen setzt, priorisiert die Plattformen, auf denen Streams auch tatsächlich zählen. Spotify und Apple Music werden damit zur strategischen ersten Adresse und YouTube verliert seine Rolle als primärer Premierenort.

Auf YouTube wird das Musikvideo dennoch zu sehen sein – nur eben erst am Sonntag um 14 Uhr deutscher Zeit. Dass sich eine Veröffentlichung auf der Videoplattform nach wie vor lohnt, zeigt ein Blick auf die Views von „The Fate of Ophelia“: 263 Millionen Mal wurde das Video dort schon angesehen (und während des Schreibens dieses Artikels musste diese Zahl noch einmal angepasst werden).

Taylor Swift - The Fate of Ophelia



Mit ihrer Veröffentlichung des Videos zu „Opalite“ reagiert Taylor Swift früh auf strukturelle Veränderungen in der Musiklandschaft, zeigt, wie sich Machtverhältnisse im Musikgeschäft verschieben, und verändert ihre Veröffentlichungsstrategie. In Deutschland ändert sich für Künstler*innen übrigens vorerst nichts. Seit 2022 fließen die Aufrufe von YouTube in die deutsche Chartwertung mit ein. 

Für Swifties weltweit bedeutet das nun trotzdem vor allem eins: Wer das neue Musikvideo sofort sehen will, braucht diesmal ein Abo für Spotify oder Apple Music. Alle anderen müssen sich ein paar Tage gedulden. Und beobachten dabei live, wie sich Pop-Geschichte gerade vielleicht ein ganz kleines bisschen verändert.


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