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Soul, Pop, Jazz: Lake Street Dive bringen ihre musikalische Vielfalt 2026 auf Deutschland-Tour

18.11.2025 von Felix Goth

Es gibt Bands, deren Sound sich schwer in Schubladen pressen lässt – und es gibt Lake Street Dive, die einfach direkt den ganzen Schrank sprengen. Wenn Schlagzeuger Mike Calabrese sagt, die Musik der US-Formation klinge wie „der Versuch, The Beatles und Motown auf eine gemeinsame Party zu bringen“, dann trifft er ziemlich genau das Spannungsfeld, in dem sich die Gruppe seit Jahren bewegt. Soul, Folk, Jazz, Pop – alles wird miteinander verwoben, oft überraschend, immer organisch.

Im Herbst 2026 kommt diese besondere Mischung wieder nach Deutschland, wenn Lake Street Dive ihre bisher größten Shows in Hamburg, Köln, Berlin, München und Stuttgart spielen. Tickets könnt ihr euch allerdings jetzt schon sichern: Der Vorverkauf auf eventim.de startet am Freitag, den 21. November um 10 Uhr.

Gegründet wurde die Band 2004 am New England Conservatory in Boston, wo sich Rachael Price, Bridget Kearny, Mike Olson und Mike Calabrese begegneten. Das jazzgeprägte Debüt „In This Episode“ erschien 2007, doch mit Alben wie „Promises, Promises“ und dem selbstbetitelten „Lake Street Dive“ wurden sie zunehmend zu einem Namen, der über die Szene hinausstrahlte. Die EP „Fun Machine“ von 2012 öffnete ihnen mit dem Track „Rich Girl“ erstmals internationale Türen, und der Erfolg setzte sich mit „Bad Family Portrait“ und dem Fanliebling „Better Than“ fort. Spätestens seit „Obviously“ von 2019, das der Rolling Stone als mutig und lo-fi-geschärft beschrieb, ist klar: Lake Street Dive denken ihr eigenes Klanguniversum konsequent weiter.

Ihr aktuelles Kapitel heißt „Good Together“, 2025 mit einer Grammy-Nominierung ausgezeichnet. Entstanden sei es aus einer „freudigen Rebellion“, wie Calabrese erklärt: „Es gibt vieles, über das man gerade wütend sein kann, aber es ist nicht nachhaltig, konstant in diesem Groll zu leben.“ Die Stücke pendeln zwischen Siebziger-Funk und psychedelischen Ausflügen. Dass die musikalischen Vorlieben der fünf Mitglieder nie weiter auseinanderlagen als zu dieser Zeit, sieht Sängerin Rachael Price als Stärke: „Uns gelingt es, all diese Einflüsse mit echter Liebe und Respekt für die Diversität innerhalb der Band zusammenzubringen.

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