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Festival

So war’s bei Rock am Ring 2023

28.06.2023 von Headliner Redaktion

Mit einem sensationellen Bild von Harry Styles hat Jessica Brückenhaus letzten Sommer den EVENTIM-Moment Fotowettbewerb gewonnen, für den wir euch nach euren besten Eventfotos gefragt hatten. Ihr Preis: Zwei Tickets für Rock am Ring 2023 und die Möglichkeit als Festival-Reporter direkt von dort zu berichten. Was sie erlebt hat und welche Bands sie besonders begeistert haben, könnt ihr nun hier lesen.


Freitag

Die Bändchen sind abgeholt, der Weg zum Gelände ist bezwungen. Und dann stehen wir auf einmal auf dem Dach des Laubenganges und unter uns erstreckt sich das riesen Gelände von Rock am Ring. Auf der Bühne spielt gerade Yungblud und die Menge, die sich vor der Utopia Stange versammelt hat, feiert ausgelassen. Die Sonne scheint, in der Ferne sieht man das Riesenrad und die anderen Bühnen. Von hier oben hat man auch einen super Blick auf die wunderschöne grüne Landschaft, die das Gelände umgibt.

Der Anblick ist Wahnsinn und zieht uns sofort in seinen Bann. Nachdem wir uns endlich losreißen können, geht es für uns auf in die Menge. Yungblud angucken und danach das Gelände erkunden. Neben den ganzen Verkaufsständen gibt es auch zahlreiche Foodtrucks, die alle sehr gut riechendes Essen verkaufen. Nach einer Runde über das Gelände landen wir bei Juju, die auf der Mandora Stage spielt. Die Stimmung dort ist genauso super und ausgelassen wie an der Utopia Stage.

Danach geht es zurück zur Utopia Stange, wo Limp Bizkit alles abreißen und so viel gute Laune verbreiten wie nur möglich. Moshpits soweit das Auge reicht, Bier und tanzende Menschen überall. Es ist faszinierend, die Menge zu beobachten. Die ausgelassene Stimmung hat alle angesteckt.

Während die meisten danach bei Rise Against bleiben, geht es für uns zu den Giant Rooks – der Act, auf den ich mich am meisten gefreut habe. Ich bin schon seit einigen Jahren ein Fan dieser Band und habe mich so sehr gefreut, als sie angekündigt wurden. Das Set ist fantastisch und ich habe so viel Spaß. Das faszinierende an Festivals ist für mich immer, wie viele verschiedene Menschen zusammenkommen, sich die unterschiedlichsten Künstler:innen angucken und dabei eine unvergessliche Zeit haben. So ist auch das Gefühl bei Giant Rooks, die Menschen um uns herum haben alle so viel Spaß. Und eine Konfetti-Dusche gibt es am Ende auch, sowas darf einfach nie fehlen.

Zum Abschluss des Tages sehen wir uns noch die Foo Fighters an. Die machen super Stimmung und als Dave Grohl seine Tochter auf die Bühne holt und mit ihr performt, ist die Feier für das neue Foo Fighters Album (welches am selben Tag erschienen ist) wohl perfekt. Am Ende grölt die ganze Menge mit ihnen „Best Of You“ – ein magischer Moment inklusive Gänsehaut. Damit geht ein sehr toller erster Tag bei Rock am Ring zu Ende.

Fotos von Rock am Ring 2023


Alle Bilder: Jessica Brückenhaus 


Samstag

Samstag geht es nach wenig Schlaf schon früh wieder auf das Gelände – Nothing But Thieves und Provinz angucken. Beide Bands kenne ich vom Hören, habe sie aber noch nicht live gesehen. Ein weiterer Grund, warum ich Festivals liebe: neue Künstler entdecken und lieben zu lernen. Auch hier ist die Stimmung schon super und sehr ausgelassen, obwohl es noch relativ früh ist und sie zu den ersten Acts des Tages gehören. Nothing But Thieves sind klasse und in Provinz habe ich mich mit jedem Song ein bisschen mehr verliebt. Beide Bands werde ich wohl nicht zum letzten Mal gesehen haben.

Später geht es zu Hollywood Undead. Die Jungs reißen die Bühne ab und auf einmal befindet sich so gut wie jeder Besucher an der Mandora Stage, um ihnen dabei zuzugucken. Zu den hinter der Bühne liegenden Foodtrucks ist kein Durchkommen mehr! Wir genießen jede Sekunde von diesem Anblick und dieser Euphorie in der Menge.

Als nächstes stehen Tenacious D auf unserer Liste. Ihr Bühnenbild ist klasse, wer hat schon einen meditierenden Widder auf der Bühne?! Sie bauen ihr Set mit viel Humor auf und betonen oft, wie gerne sie das Set von Kings of Leon am Abend auch noch übernehmen würden.

Jetzt heißt es für uns auf in den Front of Stage Bereich für K.I.Z. und was soll ich sagen?! Die Jungs reißen alles ab, was möglich ist. Gutes Bühnenbild, super Stimmung, viele Witze und ganz wichtig: viel Konfetti und Luftschlangen. Überall um uns herum sind Moshpits und Bierduschen zu finden. Die ausgelassensten Stimmung, die ich bis jetzt an dem Wochenende erlebt habe! Die Jungs haben sich als Highlight meines Wochenendes herausgestellt und hätten auch glatt als Headliner des Abends durchgehen können.

Danach kommen noch Kings of Leon, auf die ich mich auch sehr gefreut hatte, die aber leider im Vergleich zu K.I.Z. nicht mithalten können in Sachen Stimmung machen. Aber „Use Somebody“ und „Sex On Fire“ einmal live zu hören, ist trotzdem magisch. Besonders wenn die ganze Menge um uns herum mitsingt, ist Gänsehaut vorprogrammiert.

Sonntag

Der dritte und letzte Tag von Rock am Ring steht an. Heute lassen wir es etwas ruhiger angehen, damit wir durchhalten, bis Bring Me The Horizon spielen.

Bei einer weiteren ausführlichen Runde über das Gelände wird dieses Mal das Riesenrad inspiziert. Leider haben wohl viele dieselbe Idee, denn die Schlange ist sehr lang. Uns ist sie zu lang, deswegen beschäftigen wir uns noch einmal genauer mit den Foodtrucks. So viel leckeres Essen! Direkt daneben, auf der anderen Seite vom Riesenrad, kann man einiges für den guten Zweck tun. Sein Pfand für Viva Con Agua spenden oder sich bei anderen Organisationen wie Sea Eye, Amnesty International oder der Stefan Morsch Stiftung über ihre Arbeit informieren, am Glücksrad drehen, Dosenwerfen oder direkt handeln und sich als Stammzellenspender typisieren oder Organspender ausweisen lassen.

Nach dieser großen Erkundungstour ist es Zeit für Machine Gun Kelly. Ein weiterer Künstler, auf den wir uns sehr gefreut haben. Auch hier erleben wir wieder eine riesige, ausgelassene Menge. Alle haben Spaß und feiern, Bierduschen, Moshpits und Crowdsurfer soweit das Auge reicht. Sogar der Eisverkäufer crowdsurft. Besser kann die Stimmung nicht sein. Als Machine Gun Kelly dann auch noch an einem Gerüst neben der Bühne hochklettert und vor dieser wunderschönen Kulisse inklusive Sonnenuntergang den letzten Song performt, ist der Moment perfekt. Zum Abschluss läuft er noch die komplette Front Row ab, verteilt Fotos, Unterschriften und Umarmungen und nimmt sich dafür viel Zeit. Damit macht er sehr viele Menschen glücklich und die Stimmung steigt weiter.

Als nächstes kommen die Toten Hosen, die Headliner des letzten Abends. Ich erwarte einen Abriss der extra Klasse und werde nicht enttäuscht. Sie geben alles, die Menge genauso. Ausnahmslos jeder singt mit, schwingt Fahnen, hält ein Feuerzeug oder die Handy-Taschenlampe in die Luft. Und dann wird auf einmal „Forever Young“ performt – ein richtiger Gänsehautmoment für mich.

Mit jedem Song wird die Stimmung besser und die Menge lauter. Ich habe noch nie eine Menge so laut „Schinken und Ei“ schreien hören. Es ist fantastisch! Mit „You’ll Never Walk Alone“ findet dann auch dieser Auftritt sehr passend sein Ende. Jeder schwingt irgendwas durch die Luft, ob es Fahnen, Schals, Lampen, Kappen oder Becher sind. Überall sitzen Menschen auf den Schultern von anderen. Für viele ist dies das Ende des Festivals.

Für uns geht es jetzt allerdings noch zu Bring Me The Horizon. Auch hier ist die Stimmung super und alle genießen den letzten Auftritt des Abends. Das Bühnenbild ist verdammt cool und auch die Band gibt alles und freut sich über die vielen Zuschauer. Ein letztes Mal noch auf den Boden, hoch springen und alle in Bierduschen baden. Damit endet ein fantastisches Wochenende bei Rock am Ring mit dem besten Wetter seit Jahren und keinem einzigen Tropfen Regen. Besser geht es nicht!


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