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Rock&Pop

So anders klingen Fontaines D.C. auf ihrer neuen Single „Tongue“

01.10.2026 von Felix Goth

Wer bei Fontaines D.C. noch immer zuerst an eine Post-Punk-Band mit scheppernden Gitarren denkt, bekommt mit „Tongue“ das nächste Gegenargument geliefert. Die Iren veröffentlichen die zweite Single aus ihrem kommenden Album „Dopamine Chamber“, das am 16. Oktober erscheint.

Nach der opulenten ersten Single „Marianne“ zeigt „Tongue“ eine andere Seite des Albums. Statt auf ein klassisches Band-Arrangement setzen Fontaines D.C. auf Texturen, Manipulation und ungewöhnliche Produktionsideen. Die auffällig tiefe Basslinie entstand durch Veränderungen der Bandgeschwindigkeit während der Aufnahme. Grian Chattens Gesang wurde durch einen Sampler verfremdet und klingt stellenweise beinahe außerirdisch. 

Ein passendes Musikvideo gibt es ebenfalls. Gedreht wurde es in New York unter der Regie von John Angus Stewart.

„Tongue“ liefert damit einen weiteren Eindruck davon, wie weit sich Fontaines D.C. auf ihrem fünften Album von ihren musikalischen Anfängen entfernen. Schon „Romance“ hatte 2024 den früheren Post-Punk der Band deutlich geöffnet.

Inhaltlich kreist das Album um Vergnügen, Verlangen und Eskapismus. „Das Album selbst ist eine Dopamin-Kammer“, beschreibt Chatten die Idee dahinter: Die einzelnen Songs sollen wie unterschiedliche Reize auf Stimmung und Bewusstsein wirken. Neben „Marianne“ und „Tongue“ wartet dabei auch eine prominente Zusammenarbeit – auf „Where Is Gone?“ ist ROSALÍA zu hören.

Live kommen Fontaines D.C. 2027 ebenfalls wieder nach Deutschland. Die kurzbevorstehende Show in Berlin im November ist längst ausverkauft.

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