Bild: Jason Hetherington
Geduld ist bekanntlich eine Tugend – und Fans von Robbie Williams brauchen davon jetzt ganz viel. Eigentlich sollte das neue Album des Briten am 10. Oktober erscheinen – doch nun wurde die Veröffentlichung von „Britpop“ geschoben, und zwar auf den 6. Februar 2026. Immerhin, ein kleines Trostpflaster hat Williams für seine Band: Mit „Pretty Face“ gibt es nun den nächsten Song aus dem Album. Wie schon die vorigen Singles „Rocket“, „Spies“ und „Human“ kommt „Pretty Face“ mit rockigen Gitarren und Britpop-Sounds daher.
Pünktlich zur Veröffentlichung hat Williams den Song gleich mehrmals live präsentiert: Zum einen war er in der britischen Comedy-Talkshow „The Graham Norton Show“ zu Gast, zum anderen in der BBC Radio 1 Anthems Live Lounge.
Bei der BBC spielte Williams neben dem neuen Song auch noch „Old Before I Die” von seinem ersten Album sowie ein ziemlich überraschendes Cover, und zwar „Chaise Longue“ von Wet Leg – nicht allerdings, ohne den Text ein wenig auf sich selbst umzudichten und auch noch Auszüge seines Songs „Candy“ einzubauen.
Einen Tag vor Release der Single gab Williams im Londoner Dingwalls das bisher kleinste Konzert (mit Ticketverkauf) seiner Karriere. Vor nur 500 Fans spielte er zunächst sein Debütalbum „Life Thru A Lens“ in voller Länge, anschließend dann das komplette „Britpop“-Album. Und Williams verriet seinen Fans auch, warum sie nun länger auf die Platte warten müssen. „We’re all pretending it’s not about Taylor Swift, but it fucking is. Here’s the truth: I want 16 Number One albums. Taylor then decided to put her album out the same weekend as me. I was like, ‘For fuck’s sake! I’ll put it out the next week’, and they were like, ‘She does these other deluxe versions’. I was like, ‘Fucking hell! Can I put it out the week after that then?’ They were like, ‘Oasis might be around then’… ‘For fuck’s sake! Let’s do it in fucking February when no one’s got an album out’”, verriet er dem Publikum mit erfrischender Ehrlichkeit und gab zu: „I was worried about making you all fucking wait, and then I was like, ‘Fuck it! I want a 16th Number One album!’ I’m sorry, but I’m fucking being selfish. How many times in your life do you get to have the most Number One albums the UK’s ever fucking had?” Mit seinem 16. Nummer-1-Album im Vereinigten Königreich würde Williams nämlich die Beatles überholen und zum erfolgreichsten britischen Künstler aller Zeiten werden.
Dass er sich hinter Taylor Swift aber sowieso nicht verstecken muss, bewies Williams vor sieben Jahren, als er bei ihrem Auftritt im Londoner Wembley Stadium als Überraschungsgast auf die Bühne kam und für ohrenbetäubenden Jubel sorgte. In einem Radiointerview blickte Williams letztes Jahr humorvoll auf den Moment zurück – mit den Worten: „I’m a big deal“.