Bild: Sony Music
Viereinhalb Jahre mussten wir darauf warten – diesen Freitag ist es nun endlich so weit: Kings Of Leon veröffentlichen mit „When You See Yourself“ den Nachfolger ihres siebten Studioalbums „Walls“, mit dem sie im Oktober 2016 einmal mehr die internationalen Charts gestürmt hatten. Da sich die ersten veröffentlichten Singles der neuen Platte– „The Bandit“, „100,000 People“ und „Echoing“ – als absolut großartig herausgestellt haben, ist die Vorfreude aufs neue Werk der US-amerikanischen Alternative-Rocker nun natürlich umso größer.
Wir haben „When You See Yourself” bereits probehören dürfen und können euch verraten: Die ersten drei Appetithappen haben nicht zu viel versprochen! Nach der ungewöhnlich langen Albumabstinenz kehrt „Team Followill“ mit einem echten Kanonenschlag zurück und nimmt uns auf den elf Tracks des Albums mit auf einen aufwühlenden Trip, der durch bewährte KOL-Fahrwasser, aber auch zu neuen Gestaden führt.
Mit dem knapp sechsminütigen „When You See Yourself, Are You Far Away” eröffnen Kings Of Leon ihr achtes Studioalbum. Ein beinahe hypnotischer Midtempo-Track, der sich langsam aufbaut und mit seiner massiven Bassline und sphärischen Klängen tief im Unterbewusstsein festsetzt. Mit dem bekannten „The Bandit“ folgt im Anschluss gleich eine echte KOL-Hymne, deren Veröffentlichung Anfang dieses Jahres wie Balsam für die darbenden Ohren der Fans war. Anschließend werden die Triebwerke etwas runtergeschaltet: Das „100,000 People“ ist einfach nur pure Magie, die in Töne gebannt wurde.
Auch bei „Stormy Weather“ steht das Trademark-Bassspiel von Jared Followill im Vordergrund, durch das der Song eine ungeheure Wucht und Unmittelbarkeit bekommt. „A Wave“ ist dann zunächst wieder das komplette Gegenteil: Nach einem verträumten, von sphärischen Pianoakkorden durchzogenen Einstieg explodiert der Track nach zwei Minuten wie ein submariner Audiovulkan, bevor er sich schließlich wieder in ruhigere Gewässer begibt – nur um nach weiteren zwei Minuten erneut über den Hörer hereinzubrechen. Selten wurden Wellenbewegungen schöner vertont!
Überhaupt ist die Metapher des Seegangs ziemlich passend für „When You See Yourself“: Immer wieder wechseln sich schnelle Rocksongs mit Midtempo-Tracks und Balladen ab – das Album ist wie eine Reise durch die Gezeiten. Manchmal treibt man mit Kings of Leon in völliger Harmonie auf offener See („Supermarkt“), manchmal reitet man die wallende Brandung („Golden Restless Age“, „Echoing“), manchmal scheint die Zeit wie im Auge eines Hurrikans stillzustehen („Claire and Eddie“).
Mit dem finalen „Fairytale“ setzen Kings Of Leon ihrem achten Studioalbum schlussendlich die Krone auf: Von Akustikgitarren und Streicherklängen begleitet, segeln sie mit ihren Fans in den Horizont...
Kings Of Leon | When You See Yourself
1. When You See Yourself, Are You Far Away
2. The Bandit
3. 100,000 People
4. Stormy Weather
5. A Wave
6. Golden Restless Age
7. Time in Disguise
8. Supermarket
9. Claire and Eddie
10. Echoing
11. Fairytale