Bild: Gus van Sant
An den vier Saiten macht ihm keiner etwas vor: Michael Peter Balzary aka Flea gehört zu den einflussreichsten Bassisten seiner Generation und hat mit den Red Hot Chili Peppers Musikgeschichte geschrieben. Im Dezember schlug der 63-Jährige ein neues Kapitel auf, indem er mit „A Plea“ die erste Single seines neuen Soloprojekt veröffentlichte – und mit dem geht es 2026 auch auf Tour: Am 21. Mai 2026 spielen Flea and the Honora Band eine exklusive Deutschland-Show im Heimathafen in Berlin. Tickets gibt es ab Freitag, den 23. Januar 2026, um 10 Uhr auf www.eventim.de.
Auf „A Plea“ gibt Flea sich seinen Jazz-Wurzeln hin und lässt über acht Minuten seinen Skills an Trompete, Bass, experimentellen Rhythmen und Gesang freien Lauf. Ausdrucksstark ist auch das dazugehörige Musikvideo, das unter der Regie seiner Tochter Clara Balzary entstand und in dem Flea selbst schauspielert und tanzt. Der Song war der erste Vorgeschmack auf Fleas Soloalbum „Honora“, das jetzt für den 27. März 2026 angekündigt wurde.
Zusammen mit der Albumankündigung ist auch ein weiterer Vorgeschmack erschienen. Für den Albumtrack „Traffic Lights“ hat der Bassist mit Thom Yorke und Produzent und Saxofonist Josh Johnson zusammengearbeitet.
Auf der „The Honora Tour“ wird Flea sein Soloprojekt zum ersten Mal live präsentiert. Unterstützt wird er von der Honora Band, bestehend aus dem Saxofonisten Josh Johnson, dem Gitarristen Jeff Parker (Tortoise), dem Perkussionisten Mauro Refosco (Atoms For Peace) sowie Rickey Washington (Altflöte), Deantoni Parks (Schlagzeug), Anna Butterss (Kontrabass), Vikram Devasthali (Posaune) und Chris Warren (Gesang).
Dass Flea diesen Weg einschlägt, überrascht bei genauerem Hinsehen kaum. Geboren in Melbourne und aufgewachsen in New York, kam er früh mit Jazz, Funk und Soul in Berührung. Die Trompete war sein erstes Instrument, bevor er sich mit 17 Jahren dem E-Bass widmete. Nach Erfahrungen in klassischen Orchestern kam er durch seine Freunde Anthony Kiedis und Hillel Slovak mit dem Punk in Berührung. Eine kurze Zeit spielte er in der Punkband Fear, bevor er mit seinen Freunden die Band Tony Flow & The Miraculously Majestic Masters of Mayhem gründete, aus der später die Red Hot Chili Peppers hervorgingen. Fleas Spielweise, seine komplexen Bassläufen und die Funk-Einflüsse prägten den Sound der Band maßgeblich mit. Mit den Chili Peppers blickt er auf über 120 Millionen verkaufte Tonträger zurück, die Band hat zudem einen Stern auf dem Walk of Fame und wurde in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.