Bild: Ben Baumgarten
Bei einem seiner jüngsten Auftritte hat Finch am vergangenen Freitag ein klares Statement gegen sexuelle Belästigung gesetzt. Mitten im Konzert unterbrach der Rapper seine Show, um einen Besucher zur Rede zu stellen, der laut seiner Beobachtung mehrere Frauen im Publikum begrabschte.
„Bruder, ich stehe hier vorne und sehe, wie du die Mädels begrabschst. Dann ist vorbei“, richtete Finch unmissverständlich an den Mann. Ohne Zögern ließ er ihn über die Absperrung steigen und fügte hinzu: „Und einmal nach Hause schicken, bitte. Dankeschön.“ Die Security griff ein und begleitete den Besucher aus dem Saal – ein walk of shame unter dem Applaus vieler Fans.
Die Szene verbreitete sich schnell in den sozialen Netzwerken und sogar die tagesschau griff das Thema auf ihren Social Media-Kanälen auf. Für viele war Finchs konsequentes Eingreifen ein starkes Signal: Wer auf seinen Konzerten Frauen belästigt, hat dort nichts zu suchen. Der Rapper, der sonst vor allem für Partystimmung und provokante Texte bekannt ist, zeigte an diesem Abend eine andere Seite. Ob spontane Aktion oder bewusstes Zeichen – Finch machte klar, dass gute Stimmung nur funktioniert, wenn sich alle sicher fühlen.
Seine Anfang Oktober in Zürich gestartete Arena-Tour läuft noch bis in den November, Konzerte in Bremen, Oberhausen, Leipzig, Dresden, Hamburg, Berlin, Dortmund und Stuttgart stehen noch auf dem Plan.