Bild: Kimberley Ross
Wer Beth Gibbons live erleben möchte, sollte sich den Juli 2027 vormerken. Die Sängerin von Portishead hat drei Deutschlandkonzerte angekündigt, mit denen sie sich von der Live-Ära ihres Soloalbums „Lives Outgrown“ verabschieden wird. Unter dem Titel „Final Shows for Her Lives Outgrown Album“ bringt sie noch einmal jene Band zusammen, mit der sie in den vergangenen Jahren die Songs der Platte auf die Bühne gebracht hat. Konzerte stehen in Frankfurt, Köln und Berlin auf dem Programm. Tickets gibt es ab Freitag, den 30. Oktober 2026, um 10 Uhr auf eventim.de.
Dass Beth Gibbons nicht zu den Künstlerinnen gehört, die im Jahrestakt neue Musik veröffentlichen, ist längst bekannt. Als sie im April 2024 ihr Album „Lives Outgrown“ präsentierte, lag ihr vorheriges Solowerk „Out of Season“, das sie gemeinsam mit Rustin Man aufgenommen hatte, bereits mehr als zwei Jahrzehnte zurück. Auch das bislang letzte Portishead-Studioalbum „Third“ war zu diesem Zeitpunkt schon 16 Jahre alt.
Musikalisch bewegt sich „Lives Outgrown“ abseits des düsteren Trip-Hop-Sounds, mit dem Gibbons als Stimme von Portishead bekannt wurde. Die zehn Songs verbinden Folk, Jazz und experimentelle Arrangements zu einer oft zurückhaltenden, aber eindringlichen Klangwelt.
Entstanden ist die Platte gemeinsam mit Lee Harris, dem Schlagzeuger von Talk Talk, und Produzent James Ford, der unter anderem mit Arctic Monkeys, Florence + The Machine und Depeche Mode gearbeitet hat. Harris war schon früh an der Entwicklung beteiligt und half Gibbons dabei, den passenden Rhythmus und Klang für die neuen Songs zu finden.
Auch live stand bei „Lives Outgrown“ weniger die große Inszenierung als das Zusammenspiel der Musiker im Mittelpunkt. Im Sommer 2027 soll diese Phase nun ihren Abschluss finden. Dafür versammelt Gibbons noch einmal ihre Liveband und kommt für drei Konzerte nach Deutschland.