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Indie

Newcomer Baumgart stellt sich mit seiner ersten Single „Der schlimmste Ort ist in mir drin“ vor

25.02.2026 von Nicole Pietzsch

Kennt ihr Baumgart schon? Okay, wirklich viel gibt es da noch gar nicht zu kennen – eine Single hat der Nachwuchsmusiker gerade veröffentlicht. Aber die hat es in sich. Am 13. Februar erschien „Der schlimmste Ort ist in mir drin“. Der Titel lässt erahnen, dass es sich dabei weniger um eine unbeschwerte Pop-Nummer als um eine musikalische Therapiestunde handelt. Und das hat einen guten Grund. In seiner Kindheit war Baumgart, der sich schon damals mehr für Musik interessiert hat als etwa für Fußball, häufig der Außenseiter. Auch Mobbing musste er erleben. Das Gefühl, irgendwo zu sein, wo man nicht wirklich wahrgenommen wird, kennt der 22-Jährige nur zu gut. Geprägt von derartigen Erfahrungen, zog es ihn nach dem Schulabschluss von einem Ort zum nächsten: von Dortmund nach Iserlohn, Berlin und schließlich Hamburg, immer auf der Suche nach einem Ort, an dem er ankommen und einfach sein kann, ohne sich zu erklären und anzupassen. Auf „Der schlimmste Ort ist in mir drin“ fasst Baumgart Gedanken wie diese zusammen. „Scheissegal, ob Berlin oder Iserlohn, nirgendwo fühl ich mich angekommen, sag mir wann hab ich mein Herz verloren?“ singt er, wohlwissend, dass er etwas ganz anderes finden muss, als den richtigen Ort auf der Landkarte.

Entwaffnend ehrlich und hochemotional, ist „Der schlimmste Ort ist in mir drin“ eine wirklich beeindruckende Debütsingle. Beim Hören fühlt man unmittelbar mit Baumgart und möchte ihn am liebsten in den Arm nehmen. Allein mit diesem einen Song beweist der Newcomer, dass er seine intimsten Gedanken und Gefühle in Musik verwandeln kann, von der man gerne mehr hören möchte. Und das werden wir auch, denn dieser Track ist erst der Anfang einer langen Reise. Musikalisch ist Baumgart irgendwo zwischen Indie-Sound und Singer-Songwriter-Momenten mit elektronischen Einflüssen angesiedelt. Das wichtigste Instrument aber ist seine Stimme, welche die innere Suche und Unsicherheit auf eindringliche Weise transportiert. 

In seiner Musik behandelt Baumgart Themen, die seine Lebensphasen kennzeichnen und in denen sich andere junge Erwachsene wiederfinden werden. Es geht um Aufbruch und um Zweifel, um Gefühle des Verliebtseins, aber auch der Isolation. Der Raum zwischen diesen Gegensätzen ist es, was Lieder wie „Der schlimmste Ort ist in mir drin“ auszeichnet. Vielleicht ist dieses Dazwischen auch der Ort, an dem Baumgart ankommen und ein echtes Zuhause finden kann.


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