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Pop

Neuer alter Song: TOKIO HOTEL gehen „Durch den Monsun“ der Zeit

12.10.2020 von Ben Foitzik

Wir warten schon ‘ne Ewigkeit – endlich ist es jetzt so weit: Tokio Hotel haben ihren Kulthit „Durch den Monsun“ anlässlich seines 15. Geburtstags aus dem Schrank geholt und ordentlich abgestaubt. Herausgekommen ist eine Version, die den neuen Sound der Band, die ihre stürmischen Teenager-Jahre längst hinter sich gelassen hat, wunderschön mit dem ursprünglichen Song verschmelzen lässt. Statt die Originalversion einfach nur noch einmal stumpf zu remastern und aufzupimpen, sind Tokio Hotel quasi durch den Monsun der Zeit gereist und haben ihren Signature-Song in die Gegenwart transformiert.

Das wird vielleicht nicht jedem Fan der ersten Tage gefallen, doch künstlerisch ist die Nummer beeindruckend. Etwa 50 Sekunden länger ist „Durch den Monsun 2020“ im Vergleich zur Ursprungsversion und wirkt trotz der unveränderten Lyrics wie ein völlig anderer Song. Im neuen Musikvideo wird das Sound-Update auch visuell aufgenommen: Alte Aufnahmen aus der Teenie-Hype-Anfangszeit von Tokio Hotel, die zum Teil auf den heutigen Bill-Kaulitz-Körper projiziert werden, fusionieren hier mit neuen Bildern, die auch aktuelle Themen wie die „Black Lives Matter“-Bewegung aufnehmen.

Soll heißen: starke Nummer!

Das sagt Bill Kaulitz

"Wir haben überlegt, wie "Monsun" klingen würde, wenn wir ihn 2020 zum ersten Mal aufnehmen. Zwischenzeitlich war eine Akustikversion im Gespräch, wir haben mit Produzenten gearbeitet und den Song remixen lassen. Aber irgendwie war das alles nicht das Richtige. Also haben wir uns, wie so oft, selber drangesetzt. In ein paar Minuten stand dieser Beat, der wie ein Trip, wie eine Reise, klang – und als genau die haben wir den Song auch immer begriffen. Alles, was mit Tokio Hotel in den letzten 15 Jahren passiert ist, hat mit diesem Song gestartet.

Jeder erinnert sich an die Lyrics und verbindet sie mit einer bestimmten Zeit und einem gewissen Gefühl. Aber wir wollten mit der neuen Version des Songs auch eine Verbindung ins Jetzt schlagen. Ich glaube, viele hatten ein hartes Jahr, weshalb der Text sehr gut ins Jahr 2020 passt."

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