Bild: Sophie Seybold
„Männer haben früher nicht geweint, und wenn, dann zu Philipp Poisels Songs“ – so soll ein befreundeter Musikerkollege reagiert haben, als er Poisels neues Album „Gute Zeiten“ zum ersten Mal hörte. Ein Satz mit Augenzwinkern, der zugleich ziemlich gut beschreibt, welchen Platz sich der Singer-Songwriter über die Jahre erarbeitet hat. Am 23. Oktober erscheint sein fünftes Studioalbum, mit „Ruinen“ ist jetzt die vierte Single daraus zu hören.
Der Titel klingt zunächst nach Verfall, Poisel interessiert sich allerdings stärker für das, was danach kommen kann. „Ruinen“ erzählt von Neuanfängen, die aus Erinnerungen entstehen – vom Zurückschauen also nicht als Stillstand, sondern als Ausgangspunkt für etwas Neues. Die Idee zum Song ist eng mit Sizilien verbunden, wo Teile des Albums entstanden.
Dorthin führt auch das Musikvideo. Regisseur Felix Aaron setzte „Ruinen“ auf Sizilien in Szene und drehte den Clip auf 16-mm-Film.
Mit „Gute Zeiten“ meldet sich Poisel nun mit seinem fünften Studioalbum zurück. Seit seinem Debüt „Wo fängt dein Himmel an?“ gehört der gebürtige Ludwigsburger zu jenen deutschsprachigen Songwritern, die große Gefühle lieber über Beobachtungen und persönliche Bilder erzählen als über große Popgesten. Songs wie „Eiserner Steg“ und „Wie soll ein Mensch das ertragen“ haben diese Handschrift weit über das klassische Singer-Songwriter-Publikum hinaus bekannt gemacht.
Rund um die Veröffentlichung von „Gute Zeiten“ bringt Poisel die neuen Songs auch auf die Bühne. Ende Oktober sind Releasekonzerte in Köln und Berlin geplant, für die vereinzelt noch Bundles aus Album und Ticket erhältlich sind. Im November und Dezember folgen seine Adventskonzerte.