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Rock

Nach fast sieben Jahren: Airbourne kündigen selbstbetiteltes neues Album in Brief an Lemmy an

23.04.2026 von Nicole Pietzsch

Lange war es still um die Aussie-Rocker von Airbourne. Nachdem im Oktober 2019 das Album „Boneshaker“ herauskam, warteten die Fans in den folgenden Jahren vergeblich auf neue Musik. Im Juni 2025 gab es dann endlich ein musikalisches Lebenszeichen des Quartetts um die Brüder O’Keeffe. Mit der Single „Gutsy“ bewies die Hardrock-Band einwandfrei, dass sie es immer noch drauf hat. Als sie dann gleich noch eine Tour ankündigte, war eindeutig klar: Airbourne are back! Auf die sechs Deutschland-Shows im Februar und März ließen die Jungs nun eine Albumankündigung folgen. Am 28. August erscheint das selbstbetitelte sechste Studioalbum. Einen ersten Vorgeschmack gibt die neue Single „Alive After Death (Last Plane Out)“.

Um ihr Album anzukündigen, schrieben Airbourne einen „Letter to Lemmy“. In dem handgeschriebenen Brief wenden sie sich an den 2015 verstorbenen Motörhead-Frontmann und schildern die Entstehung von „Airbourne“, bei der es mitunter recht abenteuerlich zuging. Während Lemmys Lebzeiten hatten die Australier mehrfach Gelegenheit, die Bühne mit der Hardrock-Legende zu teilen. Dabei gab Mr. Kilmister ihnen einen guten Rat mit auf den Weg: „No matter what, stay true to yourselves. Don’t worry about all the other bullshit in the music industry. Make music that your roadies will like. Because they’ve heard your shit more than anyone else, if they like it, everyone will love it.“ Weiter beschreiben Airbourne, wie sie vor rund sechs Jahren mit dem Songwriting für ihre neue Platte begonnen haben und wer ihnen dabei zur Seite stand, nämlich Mutt Lange, Vick Wright und Bryan Adams.

Wie es in dem Brief weiter heißt, fanden die Aufnahmen in den Music Farm Studios an der Ostküste Australiens statt, mitten im Dschungel, umgeben von Schlangen, Ratten und giftigem Getier. Hinzu kamen Hurricanes und Regenfluten – Bassist Streety wurde angeblich beinahe von einer umstürzenden Palme erschlagen. Ihre Tage begannen die Musiker damit, über giftige Schlangen zu hüpfen, die Schweine zu füttern, den Ziegen „G’day“ zu sagen und sich von dem stolzen Hahn inmitten seiner Hühnerschar inspirieren zu lassen. Vor der Eingangstür zum Studio trafen sie auf die Schlange „old mate“, die dort ihren festen Platz hatte. Während der 12 bis 16 Stunden langen Aufnahmetage versorgten sich die Bandmitglieder mit Kaffee, Pies und Bier. Gemeinsam mit den Musikproduzenten/Songwritern Brian Howes, Mike Fraser und Karl Dicaire hatten Airbourne jede Menge Spaß – mehr als bei allen Alben zuvor. Weil die Platte noch nicht fertig war, als die nächste Tour anstand, fanden die restlichen Aufnahmen in den Hothouse Studios in Melbourne statt. Nach dem Mixing und Mastering war „Airbourne“ nach jahrelanger Arbeit schließlich im Kasten. Lemmys Rat befolgend, bekamen es zuerst die Roadies zu hören – und liebten es! Hat ja auch nur 20 Jahre gedauert, scherzen Airbourne gegen Ende des Briefs, bevor sie sich noch einmal ausgiebig bei Lemmy bedanken. Hier könnt ihr den gesamten Brief lesen.


Bild: Airbourne

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Bild: Airbourne

Im Sommer kehren Airbourne für zwei Open-Air-Shows nach Deutschland zurück: Am 25. Juli spielt die Band beim „BOBfest“ in Mönchengladbach, am 7. August dann in Chemnitz am Wasserschloss Klaffenbach.


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