Bild: Universal Music
Manchmal reicht ein kurzer Moment, um eine Karriere in die richtige Richtung zu lenken. Für Magnus Ferrell war es eine Erwähnung seines Songs „Asleep Talking“ in Michelle Obamas Podcast „IMO“, die den 22-jährigen Sänger, Songwriter, Produzenten und Multiinstrumentalisten aus Los Angeles schlagartig einem Millionenpublikum bekannt machte. Sein Vater – kein geringerer als Hollywood-Schauspieler Will Ferrell – spielte in dem Podcast einen Ausschnitt aus dem bereits Anfang 2026 veröffentlichten Song vor, woraufhin die neuseeländische Radiosendung „The Morning Shift“ die Geschichte aufgriff und mit den Clips dazu durch die Decke ging.
Seitdem hat sich „Asleep Talking“ zum weltweiten Hype entwickelt: Die täglichen Streams des Songs stiegen nach Angaben des Labels um mehr als 1.000 Prozent. Magnus Ferrell feierte mit Platz 24 in den Billboard Digital Song Sales Charts sogar seinen ersten Einstieg in die US-Charts. Auch international sorgt „Asleep Talking“ für Furore: Der Song erreichte unter anderem Platz eins der iTunes-Charts in Neuseeland, Platz zwei in Australien und Top-Platzierungen in den USA sowie mehreren europäischen Ländern. Und aus rund 70.000 Instagram-Followern machte Ferrell binnen einer Woche mehr als 650.000.
Musikalisch bewegt sich Magnus Ferrell zwischen klassischem Soul, handgemachtem R&B, Jazz-Einflüssen und modernem Pop. Textlich greift „Asleep Talking“ ein Gefühl auf, das der Musiker aus eigener Erfahrung kennt: schlaflose Nächte, kreisende Gedanken und die Hoffnung, dass die eigene Liebe auf Gegenseitigkeit beruht: „Tell me you’re on your way to mine / ’Cause I need you to give me some peace of mind“, singt Ferrell.
Wer Ferrell als Nepo-Baby abtun möchte, liegt übrigens falsch. Seine musikalischen Wurzeln reichen weit zurück. Inspiriert von seinem Großvater, der unter anderem mit The Righteous Brothers spielte, entdeckte er früh Klavier und Jazz. Einflüsse von Stevie Wonder bis Still Woozy prägten seinen Sound. Gemeinsam mit seinem langjährigen Freund und kreativen Partner Gabe Yaron veröffentlichte er zunächst Coverversionen, bevor die beiden anfingen, eigene Songs zu schreiben. Seine Single „Slow Down“ (mit Deacon) war 2025 im Soundtrack der Komödie „You're Cordially Invited“ zu hören. Mit „Asleep Talking“ scheint nun der Moment gekommen zu sein, an dem aus einem vielversprechenden Nachwuchskünstler ein international wahrgenommener Pop-Act wird.