Bild: Sony Music
Lange mussten Fans geduldig warten, aber es hat sich gelohnt. Elf Jahre nach dem Erfolgsalbum „If You Wait“ und drei Jahre nach „Californian Soil“ ist am Freitag das vierte Album von London Grammar erschienen. Es trägt den Titel „The Greatest Love“ und feiert die Kreativität der Band aus Großbritannien, die ihren Weg gefunden hat, vor Stadionpublikum aufzutreten und sich dabei nicht im Celebrity-Rummel zu verlieren.
Kennengelernt haben sich Sängerin und Songwriterin Hannah Reid, Gitarrist Dan Rothman und Schlagzeuger wie Keyboarder Dominic „Dot“ Major als Teenager an der Universität. Heute können London Grammar auf drei Millionen verkaufte Alben, zwei Nummer-Eins-Alben in Großbritannien – und zwei Top-Ten-Chartplatzierungen in Deutschland zurückblicken. „Es bis hierhin geschafft zu haben, ist die stolzeste Errungenschaft meines Lebens“, sagt Hannah. Mit „The Greatest Love“ kehren London Grammer zurück – kreativ und mit mutigem Blick nach vorne. Das Album liefert herzzerreißende Texte und himmlische Vocals, die London Grammar-Fans lieben, und bewegt sich wie gewohnt gekonnt genreübergreifend zwischen Electronica und Pop. Der erste Song „House“ setzt dabei mit seinem treibenden Beat den Ton für alles, was danach kommt. In „Fakest Bitch“, einer Ballade, geht es mit messerscharfen Zeilen um eine (fiktive) falsche Freundin und in „You and I“, in dem sich Hannah an ihr jüngeres Selbst wendet, beamen London Grammar die Hörenden mit epischem Ibiza-Sonnenuntergang-Sound zurück in die späten 90er. Den Song hatte Hannah schon vor einigen Jahren geschrieben. Damals wurde er abgelehnt. Dieses Mal verließ die Band sich auf ihre Intuition und ging mit Streichern und einem Kinder-Chor all-in. Das neu gewonnene Vertrauen der Band in sich selbst spiegelt sich im Titel-Track „The Greatest Love“, der übrigens der letzte Song des Albums ist. Hannah fasst dieses neue Mindset zusammen: „Es ist uns egal, was jemand anderes denkt. Wenn wir es lieben, machen wir es.“
Das zahlt sich aus. Mit „The Greatest Love“ beweisen London Grammar wieder einmal, warum sie so erfolgreich sind. Nach Jahren des Erfolgs und neuer Herausforderungen strotzt die neue Musik nur so von tiefen Emotionen und Leidenschaft und bleibt dabei immer mutig und vor allem authentisch.