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Pop

„Lass dich nicht f!cken“: Bosse positioniert sich mit neuem Song gegen Hass und digitale Gewalt

08.12.2025 von Susan Barth

Mit seiner neuesten Single zeigt Bosse wieder einmal, dass er seine Stimme nicht nur für berührende und tanzbare Songs, sondern auch für wichtige gesellschaftliche Themen nutzt. In „Lass dich nicht f!cken“ geht es um Hass und digitale Gewalt, die der Popmusiker sichtbar machen und dagegen angehen will. 

Der Song, der vergangenen Freitag veröffentlicht wurde, schlug schon vorher Wellen auf Social Media, und entstand, nachdem eine Freundin des Sängers unter einem „Sturm aus Hass“ fast zusammengebrochen ist. Für den eindeutigen und derben Titel hat sich Bosse dabei bewusst entschieden:

Ich habe dieses Wort bewusst gewählt, denn genau dieses Wort ist eins der am häufigsten benutzten Wörter bei Beschimpfungen gegen weiblich gelesene Personen im digitalen Raum.“ 

In dem Raum, den Bosse mit dem Song als Gegenbewegung schafft, geht es ihm nicht darum, sich selbst eine Bühne zu geben, um das Thema sichtbar zu machen. Er erklärt: 

Ich weiß, dass ich als privilegierter Mann nicht so heftig betroffen bin und ich will mich nicht in den Vordergrund drängen, sondern eine Bühne bieten und Verbündeter sein. Wir müssen zusammenhalten gegen all den Hass, das Kalkül, die Spaltung und all die Bösartigkeit, die eben nicht nur online stattfindet: Das Internet ist Teil der echten Welt. Digitale Gewalt ist Gewalt.“

Starke Textzeilen, Streicher des Kaiserquartetts und der Chor der Hamburger Hansemädchen machen die Single zu einem echten Gänsehaut-Song. Zahlreiche Menschen haben den Sound mittlerweile schon genutzt, um ihre eigenen Erfahrungen mit Hass und Gewalt im Netz öffentlich zu machen. Darunter die Journalistin und Moderatorin Dunja Hayali, Autorin und Kolumnistin Tara Louise Wittwer, Comedy-Künstlerin und Moderatorin Laura Larsson, Komikerin, Sängerin und Moderatorin Caroline Kebekus, Autorin und Moderatorin Visa Vie, Weltreisende und Autorin Ann-Kathrin Bendixen („Affe auf Bike“), Content-Creatorin und Bildungsreferentin Gina Hitsch, Schauspieler und Regisseur Bjarne Mädel und viele mehr. 

Und auch das Zauberkünstler-Duo Siegfried und Joy hat ein Video mit Bosse und dem Berliner Kneipenchor gedreht.

Die Message ist klar: Digitale Gewalt ist Gewalt. Und das Netz ist kein rechtsfreier Raum. „Solltet ihr davon betroffen sein, gibt es Hilfe“, sagt Bosse. Er verweist auf die Organisation HateAid, die bei digitaler Gewalt Beratung und rechtliche Unterstützung bietet und für das Thema sensibilisiert. 

Aber auch für alle, die den Song einfach nur nutzen, um sich einmal „auszukotzen“, ist die neue Single da. „Ich sehe das alles und freue mich über alle, die was raushauen dazu. Danke Danke Danke und lasst euch nicht f****“, schreibt der Musiker auf Instagram. 

Übrigens: Für alle, die den Song auch gerne mit ihren Kindern hören möchten – es wird später auch eine „Lass dich nicht zwicken“-Version geben. 


🎤

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