Bild: Olof Grind
Nach fünf Jahren kehrt Phoebe Bridgers mit einem neuen Soloalbum zurück. „Lost Weekend“ erscheint am 14. August und markiert den Nachfolger des 2020 veröffentlichten „Punisher“, das der US-Singer-Songwriterin mehrere Grammy-Nominierungen einbrachte und ihren Status als eine der prägenden Stimmen des zeitgenössischen Indie-Folk festigte. Im Dezember kommt Bridgers außerdem für zwei Konzerte nach Deutschland.
Der Ankündigung gingen Wochen voller Spekulationen voraus. Zuletzt hatte Bridgers bei einer Reihe unangekündigter Pop-up-Konzerte in den USA erstmals seit mehreren Jahren wieder Solo-Shows gespielt und dabei auch neues Material vorgestellt. Parallel dazu kündigte sie ihre bislang größte Arena-Tour an. Das Interesse fiel entsprechend groß aus: Die Deutschlandtermine waren innerhalb kurzer Zeit ausverkauft, weshalb das Konzert in Düsseldorf in den größeren PSD Bank Dome verlegt wurde.
Mit „Lost Boys“ hat sie jetzt einen ersten Vorgeschmack auf das kommende Album veröffentlicht. Der Song ist zusammen mit einem Musikvideo erschienen, in dem Phoebe mit ihrem Ensemble in die Welt eines Live Action Role Plays kurz LARP auf einem Mittelalter-Jahrmarkt eintaucht – und schließlich in einem Polygon-Optik-16-Bit-Sound-Universum landet. Entstanden ist der Clip unter Regie von Lance Oppenheim und Pablo Rochat, während ersterer sowohl für Dokumentar- als auch Spielfilmarbeiten bekannt ist, dürfte Rochat vielen vor allem auch aus den sozialen Netzwerken bekannt sein, in denen sich der Creative Director regelmäßig kreativ austobt.
Seit ihrem letzten Soloalbum war Bridgers alles andere als untätig. Mit Lucy Dacus und Julien Baker gründete sie die Supergroup boygenius, deren Album „the record“ 2023 mehrere Grammy Awards gewann. Auch darüber hinaus war sie als Kollaborationspartnerin gefragt – unter anderem bei so namhaften Acts wie SZA, Taylor Swift, The National, Lorde, MUNA, Bright Eyes, The 1975 und Paul McCartney trat sie in Erscheinung. Für ihre Zusammenarbeit mit SZA auf „Ghost in the Machine“ erhielt Bridgers zudem einen weiteren Grammy.