Bild: Josh Goleman
Kings Of Leon sind längst eine Band für Arenen und Festival-Headliner-Slots. Auf ihrem zehnten Studioalbum suchen die Followills nun allerdings wieder stärker die Direktheit ihrer frühen Jahre. „O My Beloved“ erscheint am 6. November über das bandeigene Love Tap Records und ist das erste Album, das die Band vollständig selbst produziert hat. Mit „My Whole World“ gibt es bereits einen ersten Song daraus.
Inhaltlich richtet sich der Blick dabei häufig zurück. Familie, Kindheitserinnerungen und Dankbarkeit spielen auf „O My Beloved“ eine zentrale Rolle. „Wir haben bereits alles übertroffen, was wir uns je erträumt hatten“, sagt Caleb Followill. Daraus sei die Idee entstanden, ein Album darüber zu machen, „wie wir hierhergekommen sind“.
Geschichten, die ihm früher nebensächlich erschienen seien, hätten beim Schreiben plötzlich ein anderes Gewicht bekommen. Inzwischen blickt der 44-Jährige schließlich nicht nur als Musiker, sondern auch als Ehemann und Vater auf die gemeinsamen Jahre – ziemlich andere Voraussetzungen als zu Zeiten des ruppigen Debüts „Youth & Young Manhood“ von 2003.
Einen ersten Eindruck gibt „My Whole World“. Der Song greift Erinnerungen und lange zurückgehaltene Emotionen auf und deutet damit die persönlichere Richtung des Albums an.
Dass Kings Of Leon wieder intuitiver arbeiten wollen, hatte sich bereits auf „Can We Please Have Fun“ von 2024 gezeigt. Caleb Followill erklärte damals, die Band wolle weniger über jede Entscheidung grübeln und wieder stärker dem eigenen Gefühl vertrauen.
Zur Albumankündigung geht es nun auch räumlich zurück zu den Anfängen: Am Abend der Ankündigung spielten Kings Of Leon im Basement East in Nashville eine intime Show, bewusst in Erinnerung an jene kleinen Clubkonzerte, mit denen ihre Geschichte in der Stadt begann. In Deutschland waren sie zuletzt im Sommer 2026 in der Zitadelle Spandau in Berlin zu sehen – ob es sie hierzulande auch wieder in die kleinen Clubs verschlägt?