Bild: Pep Bonet
Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie die Zeit vergeht! Im Dezember ist es bereits acht Jahre her, dass Lemmy Kilmister, Motörhead-Sänger und Kultfigur, seinem Krebsleiden erlag. Das war damals ein Schock und ist bis heute ein herber Verlust für die Rock- und Metalszene. Anhänger dieser haben seit Kurzem eine neue Pilgerstätte, an der sie Lemmy gedenken und das Glas auf ihn heben können. Im Rahmen des – in diesem Jahr ganz besonders matschigen – Wacken Open Air setzten Motörhead-Gitarrist Phil Campbell und Schlagzeuger Mikkey Dee einen Teil der Asche Lemmys in einem Gasthof in Wacken bei.
Motörhead haben im Laufe der Jahre acht Konzerte auf dem Wacken Open Air gespielt – zum ersten Mal 1997, zuletzt 2014. Da scheint es nur logisch, dass das Heavy-Metal-Dorf zu einer letzten Ruhestätte des ikonischen Sängers und Bassisten wird. Dazu äußert sich auch Mikkey Dee im folgenden Video, das die Beisetzungszeremonie nun auch per Video zeigt:
Die Beisetzung war der Höhepunkt einer ebenso feierlichen wie lautstarken Rock’n’Roll-Parade unter dem Banner „Lemmy Forever“ – inklusive Motörhead-Trucks und den Wacken Firefighters. Vom beschaulichen Ort aus führte diese zum Holy Ground, wie das Wacken-Gelände unter Fans heißt, an der Louder Stage entlang und schließlich zum Ziel, dem Landgasthof Wacken, wo die kleine Urne mit Lemmys Asche einen besonderen Platz erhielt. Ganz im Sinne des verstorbenen Musikers ist die Gedenkstätte einer Backstage-Garderobe nachempfunden, in der Lemmy sich garantiert wohlgefühlt hätte – mit Whiskeypulle, Bass und schwarzen Cowboystiefeln. Eine würdige Gedenkstätte für einen einzigartigen Künstler und Menschen.
Die Reaktionen der Wacken-Besucher vor Ort zeigen, welch große Bedeutung Lemmy auch über seinen Tod hinaus hat. In den Herzen seiner unzähligen Fans wird er auf ewig weiterleben – dort und in Wacken.