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Schlager

HOWARD CARPENDALE im Interview zu „Symphonie meines Lebens“: "Besser kann ich kein Album machen."

25.10.2019 von Ben Foitzik

Seit über 50 Jahren ist Howard Carpendale als Sänger, Komponist und Entertainer im Musikgeschäft unterwegs – so etwas wie sein frisch veröffentlichtes Album „Symphonie meines Lebens“ hat aber auch er noch nie gemacht. In den legendären Abbey Road Studios, wo bereits Legenden wie die Beatles, Pink Floyd oder Aretha Franklin aufnahmen, hat er zusammen mit dem Royal Philharmonic Orchestra seine größten Hits – die es aus einem Werk von über 700 Titeln auszuwählen galt – komplett überarbeitet und in ein symphonisches Gewand gekleidet.

Seit heute ist die „Symphonie meines Lebens“ von Howard Carpendale erhältlich – hier könnt ihr sie auf Spotify hören:

„Das Album mit dem Royal Philharmonic Orchestra zu singen, ist wirklich ein Highlight in meinem Leben. Ein Höhepunkt, von dem ich ehrlich gesagt nie geträumt habe“, sagt Howard über dieses außergewöhnliche Album. Der HEADLINER hat den Schlagerstar zum Interview getroffen und darin über „Symphonie meines Lebens“ und noch viele andere Dinge gesprochen, die den charismatischen Sänger bewegen. Unten lest ihr einen Ausschnitt daraus – das komplette Gespräch könnt ihr dann bald in unserem Podcast hören!

Ab Ende Januar 2020 ist Howard Carpendale übrigens endlich wieder auf Tour unterwegs: Tickets für "50 Jahre - Die Show meines Lebens" bekommt ihr auf eventim.de.


"Besser kann ich kein Album machen. Ich würde nicht einen Ton daran verändern."

[ HOWARD CARPENDALE ]

 


Hello Again, Herr Carpendale. Ihr neues Album wurde in den Abbey Road Studios aufgenommen – für Musiker immer noch der Heilige Gral unter den Musikstudios, richtig?

Da reinzugehen und zu überlegen, wer alles hier war… fast jeder Künstler aus aller Welt mit einem großen Namen hat dort was gemacht. Ja, und jetzt stehe ich da in den Abbey Road Studios, singe Musik und höre, wie 40 Streicher meine Melodien spielen, die ich zum Teil mitkomponiert habe – das war für mich Gänsehaut, unfassbar.

Hat dieses Studio wirklich so eine besondere Aura?

Also unser Fotograf, der mit mir unterwegs war, der hat einen Heulkrampf gekriegt. Und ich frage ihn „Was is‘ los?“, und er sagt „Ich halt’s nicht aus, das ist Wahnsinn hier“. Da sind überall Bilder und kleine Dinge wie… auf dem Klavier ist ein schwarzer Punkt, wo John Lennon seine Zigarette ausgedrückt hat. Das sind schon Momente, wo man stehen bleibt und sagt „Das darf nicht wahr sein, wo bin ich hier?“ Da wurde Musikgeschichte gemacht, und offensichtlich ist es auch wegen der Akustik so ein erfolgreiches Studio.

Was war Ihr Ansatz bei diesem besonderen Album?

Ich habe das Glück gehabt, mit einem Arrangeur des Royal Philharmonic Orchestra zusammenarbeiten zu dürfen. Und ich habe ihn vorher angerufen und gesagt „James, ich sage dir jetzt etwas, was du vielleicht noch nie gehört hast: Ich möchte kein Album haben, das ‚Howard Carpendale begleitet von Philharmonikern‘ ist. Ich möchte das Royal Philharmonic Orchestra hören, und wenn ihr fertig seid, dann singe ich meinen Part so, dass er dazu passt.“ Das hat ihn tierisch gefreut, denn normalerweise ist es so, dass man den Hit spielt und ein paar Streicher dazukommen. Ich habe gesagt „arrangier‘ das bitte so, dass man wirklich merkt, dass wir mit dem Royal Philharmonic Orchestra spielen“. Er hat mir dann gesagt, dass es für ihn eine tolle Erfahrung war, berühmte Titel, die die Zeit überstanden haben und die er noch nie gehört hat, zu arrangieren. Und er hat bei jedem Titel einen interessanten Weg gefunden, ihn neu zu arrangieren.

Mit dem Ergebnis sind Sie vermutlich sehr zufrieden?

Ich kann wirklich sagen, dass ich nicht einen Ton, weder von meinem Gesang, noch von diesem Arrangement verändern würde. Besser kann ich kein Album machen. Ich hoffe, dass es den Leuten auch gefällt.

Das Album beginnt mit „Hello Again“, das ein Intro von Schuberts „Ave Maria“ verpasst bekommen hat. Man merkt also schon in den ersten Sekunden, dass das ein ganz anderes Album werden wird.

Das ist genau das, was mein Sohn aus Amerika gesagt hat, als er mich anrief: „Als ich die ersten 30 Sekunden gehört habe, habe ich gedacht: ‚Boa… jetzt setzt du dich hin und hörst dir das ganze Album genau an!‘“

Soll das „Symphonie“ im Albumtitel auch ausdrücken, dass Sie mit Ihrer Karriere im Reinen sind und sie als ein harmonisches Ganzes sehen?

Es ist auf jeden Fall eine Zusammenfassung für mich von 50 Jahren. Vielleicht kann ich das so erklären: Ich habe meinen beiden Söhnen gesagt „Wenn ich in 20, 30 Jahren nicht mehr hier sein sollte – das ist euer Vater pur. Das ist, wie ich immer sein wollte.“ Es ist eine Art Erbe, eine Zusammenfassung von allem, was ich gemacht habe, in zwölf Titeln. Das ist die Empfindung, die ich habe, wenn ich es höre.

Howard Carpendale im Podcast

Wie gesagt: Das gesamte Gespräch mit Howard Carpendale, in dem es auch um die Magie von Livemusik, die Zukunft der Musik und Tennisspielen mit Cliff Richard geht, präsentieren wir euch bald in unserem Podcast!

Bis dahin heißt es: "Symphonie meines Lebens" hören!

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