Bild: Nicolas Geradin
„Ich habe versprochen, zurückzukommen und wieder auf der Bühne zu stehen. Und hier bin ich nun.“ Viel mehr brauchte Céline Dion am Samstagabend nicht, um die Bedeutung dieses Konzerts zusammenzufassen. Sechs Jahre nach ihrem letzten regulären Konzert eröffnete die kanadische Sängerin vor 35.000 Fans ihre Paris-Residency.
Dion begann auf Französisch mit „On ne change pas“, anschließend führte die Setlist durch unterschiedliche Phasen ihres französischen und englischsprachigen Repertoires. „Because You Loved Me“ und „It’s All Coming Back to Me Now“ gehörten ebenso zum Abend wie die 2026 veröffentlichte Single „Dansons“. Einen ungewöhnlicheren Moment setzte Dion mit Catalanis Opernarie „La Wally“.
Wie besonders diese Rückkehr ist, zeigt der Blick auf die vergangenen Jahre. Nach der Diagnose des Stiff-Person-Syndroms 2022 zog sich Dion weitgehend von der Bühne zurück und sagte ihre geplante Tour ab. Ein erstes großes Zeichen ihrer Rückkehr folgte 2024 bei der Eröffnung der Olympischen Spiele in Paris, als sie vom Eiffelturm Édith Piafs „Hymne à l’amour“ sang. Mit der neuen Residency spielt Dion nun erstmals wieder vollständige eigene Konzerte.
Entsprechend persönlich wandte sie sich an ihr Publikum. „Endlich – es ist unglaublich, dass wir alle zusammen sind“, sagte Dion. Sie singe nun „für euch, für mich, für das Leben“. Kreativdirektor Willo Perron hat die dazugehörige Show in vier Akte gegliedert; große Videoflächen und maßgeschneiderte Looks französischer Modehäuser gehören ebenfalls zur Inszenierung.
Und es bleibt nicht bei diesem ersten Abend. Die Residency läuft zunächst bis Mitte Oktober 2026. Wegen der großen Nachfrage wurden bereits zehn weitere Konzerte für Mai 2027 angesetzt, insgesamt umfasst die Paris-Serie damit 26 Shows.
Nachdem sich die öffentliche Aufmerksamkeit bei Céline Dion in den vergangenen Jahren zwangsläufig häufig um ihre Gesundheit drehte, stand in Paris wieder ihre Musik im Mittelpunkt. Oder, wie sie selbst es sehr viel einfacher formulierte: „Hier bin ich nun.“