Bild: Universal Music
Thank God it’s Friday! Geneigte Musikfreund*innen wissen: Das bedeutet, dass heute wieder haufenweise neue Alben das Licht der Welt erblicken! Wie jede Woche präsentieren wir euch an dieser Stelle einen bunten Strauß musikalischer Neuheiten!
Es gibt viel zu hören - lasst uns gleich loslegen!
Die letzten Monate und Jahre dürften für viele mit schmerzhaften Einschnitten und Verlusten einhergegangen sein – die Gründe sind hinlänglich bekannt. Und auch Silbermond sind als Band davon nicht verschon geblieben. Ihre Eindrücke hat die Band allerdings nicht in Melancholie verfallen lassen, sondern in positive Energie umgewandelt. „Auf Auf“ heißt ihr heute erschienenes, siebtes Studioalbum. Eine Platte, die all den Herausforderungen des Lebens mit Offenheit und einem Lächeln auf den Lippen begegnet und dadurch allen Zuhörenden Mut spendet. Ein im wahrsten Sinne des Wortes kraftspendendes Album voller Zuversicht, das da in den letzten Monaten entstanden ist. Im Sommer 2023 ist die Band noch bei so einigen Gelegenheiten live zu sehen – und auch ein Open Air für 2024 ist bereits geplant.
2022 war ein verheerendes Jahr für Foo-Fighter-Sänger Dave Grohl. Nachdem Bandkollege Taylor Hawkins im März auf Tour überraschend ums Leben kam, starb im August Grohls Mutter. Auf dem neuen Foo Fighters Album „But Here We Are“, für das Grohl das Schlagzeug selbst einspielte, verarbeitet er seine Trauer. „I had a person I love / And just like that / I was left to live without him“, singt er in „The Glass“, während es in „Under You“ heißt: „I think I’m getting over it, but there’s no getting over it“. Ein Trauerspiel ist das Album trotzdem nicht. Von der Stadion-Rock-Hymne „Rescued“ bis zu dem zehnminütigen Epos „The Teacher“ transportiert „But Here We Are“ eine mitreißende Dringlichkeit und ist voll mit großen Riffs und Gitarrensolos. Eine lärmende Katharsis, die in Form des reduzierten Akustikstücks „Rest“ mit einem Schimmer Hoffnung endet: „Waking up, I had another dream of us / In the warm Virginia sun, there I will meet you.“
Noel Gallagher stapelt ja bekanntlich gerne hoch. Über das vierte Album mit seinen High Flying Birds sagte die Britpop-Legende unlängst es sei sein „bislang vollendeteste Solowerk“. Und tatsächlich: „Council Skies“ überrascht mit üppigen Streicher- und Bläser-Arrangements, sogar Chöre sind zu hören. Auf drei Tracks, darunter die neue Single „Open The Door, See What You Find“, steuerte Johnny Marr (The Smiths) Gitarren bei. Thematisch beschäftigt Gallagher sich auf dem Album mit Themen wie jugendlicher Sehnsucht und ungezügeltem Ehrgeiz. „Es geht zurück zum Anfang“, sagt er. „Tagträumen, in den Himmel schauen und sich fragen, wie das Leben sein könnte.“
Auf seinem neuen Album richtet grandson den Blick nach innen und zeigt sich darauf persönlich und verletzlich wie nie zuvor. 2020 veröffentlichte der Singer-Songwriter sein Debüt „Death of an Optimist“ und sezierte darauf politische und gesellschaftliche Zustände. Jetzt geht’s um ihn selbst: „Ich male das denkbar intimste Porträt von mir selbst – selbstverletzendes Verhalten, Familientrauma, die Schattenseiten des ständigen Unterwegsseins sind einige der Themen“, so grandson. „Das ist das Album, das mein 16-jähriges Ich gebraucht hätte. Es ist das Album, das ich Angst hatte zu schreiben. Und das Album, das die Fans verdient haben zu hören. Und vor allem ist es das Album, auf dem ich mich einer großen Frage stelle: Kann ich mit den Veränderungen umgehen, die das Leben mir in den Weg stellt, und wenn das alles ist, was es im Leben gibt: reicht es aus, um glücklich zu sein?“ Im Herbst 2023 kann man den Musiker in Deutschland bei mehreren Gelegenheiten auf Tour erleben.