Bild: Universal Music
Thank God it’s Friday! Geneigte Musikfreund*innen wissen: Das bedeutet, dass heute wieder haufenweise neue Alben das Licht der Welt erblicken. Wie jede Woche präsentieren wir euch an dieser Stelle einen bunten Strauß musikalischer Neuheiten.
Es gibt viel zu hören - lasst uns gleich loslegen!
In Zeiten, in denen Algorithmen und Künstliche Intelligenz auch in der Musik immer mehr Einzug halten, wirkt das neue Album von Hozier fast wie ein Gegenentwurf: „Unreal Unearth“ ist stolze 16 Songs lang und inspirieren ließ der Ire mit der kraftvollen Stimme, der 2013 mit dem Song „Take Me To Church“ seinen Durchbruch feierte, sich von Dantes Inferno. Wer möchte, kann tief eintauchen und in den Songs nicht nur die neun konzentrischen Kreise aus Dantes epischem Gedicht wiederfinden, sondern auch allerhand Zitate und Querverweise aus Literatur und Mythologie. Man kann aber auch einfach die Musik genießen – eine anspruchsvolle und vielseitige Mischung aus Pop, Folk und Soul. Im Dezember kommt Hozier mit seiner großartigen Live-Band für zwei Shows nach Deutschland.
Madsen-Fans durften sich zuletzt über viel Abwechslung freuen: Erst veröffentlichte die Band aus dem Wendland in der Pandemie ein Punk-Album, dann nahm Sänger Sebastian Madsen ein Soul-Soloalbum auf. Nun gibt es mit „Hollywood“ wieder den typischen Madsen-Sound: Nach vorne gehender (Indie-)Rock, manchmal fast schon Stoner-Rock, aber auch große Balladen mit Streichern gibt es auf dem in den Hamburger Clouds Hill Studios aufgenommenem Album zu hören. Feiern werden Madsen die Veröffentlichung mit vier BBQ Blitz Open Airs Ende August und Anfang September, im Dezember steht dann ihre große „Hollywood Tour“ an, bei der sie von Montreal, Deine Cousine und FJØRT begleitet werden.
Zarte 15 Jahre war Birdy alt, als sie ihr selbstbetiteltes Debüt veröffentlichte – ein Album mit Indie-Covern von Bon Iver bis The XX. Inzwischen hat die 27-Jährige längst ihren eigenen Stil gefunden und das beweist sie auf ihrem fünften Album mehr denn je. „Portraits“ ist eine Art Reaktion auf den vor fünf Jahren veröffentlichten Vorgänger „Young Heart“. „Young Heart handelte von Liebeskummer und als ich aus diesem traurigen Kokon wieder heraus kam, wollte ich etwas machen, wozu ich tanzen kann, etwas, das sich kraftvoll und anders, als alles, was ich zuvor gemacht habe, anfühlt“, so Birdy über ihr neues Album. Und tatsächlich: Auf „Portraits“ lässt sie ihre Singer/Songwriter-Wurzeln zugunsten von treibenden Rhythmen und poppigen Synthies hinter sich.
Renée Rapp ist den meisten wohl durch ihre Rolle als Leighton in der HBO-Hitserie „The Sex Lives Of College Girls“, die hierzulande auf Amazon zu sehen ist, bekannt. Auch in der Filmadaption des Broadway Musicals „Mean Girls“ war sie schon zu sehen, sprich: Rapp kann auch hervorragend singen! Mit „Snow Angel“ erscheint nun ihr Debütalbum. Ob im rockigen Opener „Talk To Much“, der opulenten Ballade „I Hate Boston“, in dem verspielten „Poison Poison“ oder dem zunächst zerbrechlichen Titelstück, bei dem Rapp sich in ungeahnte Höhen singt – „Snow Angel“ ist eine beeindruckende erste Visitenkarte. 2024 ist sie hierzulande live zu sehen.