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Ein Leuchtturm für mehr Nachhaltigkeit: SEEED unterstützen wissenschaftliches Projekt bei Berlin-Konzerten!

08.08.2022 von Felix Goth

Dass Nachhaltigkeit eins der großen Themen unserer Zeit ist, das dürfte allgemeiner Konsens sein. Wie gehen wir schonend mit unseren begrenzten Ressourcen um? Wo können wir unseren ökologischen Fußabdruck möglichst flach machen? Fragen, die man sich wohl in jedem Lebensbereich stellen kann.

Und Antworten für den Bereich „Großkonzerte“ suchen jetzt die Musikerinnen und Musiker von Seeed gemeinsam mit der Berliner Hochschule für Technik und Nachhaltigkeitsagentur The Changency unter dem Namen „Plant a Seeed“.

Worum geht’s genau? Bei den fünf anstehenden Konzerten in der Berliner Wuhlheide (vom 09. Bis 14. August) wird jeden Tag ein anderer Aspekt des großen Themenfeldes Nachhaltigkeit in den Fokus gestellt.

  • Soziale Nachhaltigkeit
  • Konsum & Beschaffung (Merchandise etc.)
  • Ernährung
  • Mobilität
  • Ressourcen & Klima (Abfall, Wasser, Energie)

Und das hat Innovationscharakter: Bislang gab es in Deutschland keine wissenschaftlichen Daten über den Einfluss von Großkonzerten auf die Umwelt. Seeed selbst sagen über das Projekt: „Mit großer Band durch die Gegend fahren und große Konzerte spielen ist der beste Job der Welt – aber nicht gerade klimaschonend und nachhaltig. Wo wir da selbst ansetzen können, hatte uns schon beschäftigt. Kleinigkeiten wie Wasserspender im Backstage, vegetarisches Catering usw. konnten relativ problemlos umgesetzt werden. Als dann The Changency auf uns zukam, war das für uns der absolute Glücksfall! Mit ihrem Know-How, ihrer Energie und guten Laune sind sie der Top-Booster für alle Ideen zum Thema. Von einer groß angelegten Studie zum Ermitteln der Emissionen einer Seeed Show - samt Fan-Anreise und allem Zipp und Zapp - über Fahrradgarderoben und vegane Gastro-Angebote nimmt vieles reale Form an und hilft uns bei dem Versuch, klimatechnisch in unserem Umfeld mehr Verantwortung zu übernehmen und damit "vor der eigenen Haustür" anzufangen.

Prof. Thomas Sakeschewski von der Berliner Hochschule für Technik, dem wissenschaftlichen Partner des Projektes, erklärt zu den Hintergründen: „Mit fünf ausverkauften Konzerten am selben Ort mit derselben Band direkt nacheinander besteht die einmalige Möglichkeit, unter Quasi-Laborbedingungen im Feld, Einflussfaktoren einzeln beeinflussen, messen und vergleichen zu können. Solche Daten existieren bislang nicht.

Sarah Lüngen, ihrerseits Gründerin von The Changency freut sich über die Zusammenarbeit: “Wir sind sehr dankbar dafür, dass sich Seeed gemeinsam mit uns auf diese spannende Reise begeben haben und das Projekt unterstützen. Es ist wichtig, dass auch Künstler*innen dieser Größenordnung sich dem Thema annehmen, damit wir die Transformation aktiv mitgestalten können. Mit dem Gemeinschaftsprojekt Plant a Seeed wollen wir erste Schritte gehen, um Wissen zu sammeln, Erfahrungen zu teilen und zu lernen, wo wir als Branche besser werden müssen. Einen Partner wie die Berliner Hochschule für Technik dabei an unserer Seite zu haben, ist unheimlich wichtig für die Relevanz des Projekts und die Validität der Daten.” Die zweite Gründerin, Katrin Wipper, ergänzt: “Bislang wird im Bereich Nachhaltigkeit viel nach Bauchgefühl gearbeitet, daher ist es extrem hilfreich, dass Seeed gleich fünf ihrer Shows zur Verfügung stellen, um erstmals Daten zu den Umweltauswirkungen von Großkonzerten zu generieren. Nur wenn wir wissen, wovon wir konkret sprechen, können wir die Probleme auch angehen. Zudem können Musiker*innen mit solchen Leuchtturmprojekten Vorbild sein, Menschen emotionalisieren und dadurch als Katalysator für den systemischen Wandel in der Gesellschaft fungieren.

Wer kurzentschlossen noch Teil dieses Feldversuches werden möchte: Eine klitzekleine Menge Resttickets ist noch zu haben. Zum Beispiel mit einem Klick auf den Button.

Seeed Live in Berlin 2022
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