Bild: WOA Festival GmbH
Auf dem ganzen Globus zählen Metalheads derzeit die Wochen und Tage bis zum Wacken Open Air 2026. Und bis Ende Juli dauert es ja auch gar nicht mehr lange. Für alle, die ihre Festivaltage schon mal vorplanen möchten, um nichts Wichtiges zu verpassen, gibt es nun die Running Order. Vier Tage mit hochkarätigen Headlinern, angesagten Newcomern, kultigen Kapellen diverser Stilrichtungen und einem vielseitigen Rahmenprogramm – genau dafür lieben Metalfans das W:O:A.
Die beiden Wacken-Gründer und -Veranstalter Thomas Jensen und Holger Hübner fassen die Essenz ihres Open Airs mit folgenden Worten zusammen:
„Musik generell und für uns vor allem unser Lieblingsgenre Metal ist etwas sehr Emotionales. Es verbindet Menschen mit der gleichen Leidenschaft international, schafft unvergessliche Momente für alle vor, auf und hinter den Bühnen und enge Freundschaften über Grenzen hinweg. Dass wir dazu nun bereits zum 35. Mal mit dem Wacken Open Air beitragen dürfen, erfüllt uns mit Demut und Dankbarkeit.“
Vom 29. Juli bis zum 1. August heißt es auch dieses Jahr wieder: Faster, Harder, Louder. Zum 35. Jubiläum warten in Wacken zahlreiche Höhepunkte, darunter Premieren, Abschiede und exklusive Sets. Zum allerersten Mal beschallen etwa Def Leppard den Holy Ground. Die britischen Hardrock-Giganten, die gerade ihre Residency in Las Vega beendet haben, entern die Harder-Stage als Donnerstags-Headliner. Wie Wacken-Kenner wissen, beginnt das Festival aber bereits am Mittwoch. Unter dem Motto „Gagamania“ sorgen unter anderem The Butcher Sisters, Electric Bassboy – ein Nebenprojekt von Electric Callboy-Musikern – und Hämatom für Partystimmung auf der Faster Stage. Auf der Louder Stage feiern The Gathering mit ihrer ehemaligen Sängerin Anneke van Giersbergen ihr Durchbruchsalbum „Mandylion“. Eine weitere Wacken-Premiere stellt der Auftritt von Arch Enemy mit der neuen Sängerin Lauren Hart dar, der am Samstag auf der Harder Stage stattfindet.
Natürlich enthält das Line-up auch einige Bands, die über die Jahre wichtige Wegbegleiter des Festivals geworden sind. Zu diesen zählen Savatage am Donnerstag, Judas Priest und In Flames am Freitag sowie Powerwolf und Sabaton am Samstag. Während die Genannten sicher in Zukunft noch einmal oder mehrmals nach Wacken zurückkehren werden, spielen Sepultura am Freitag um 1 Uhr nachts auf der Harder Stage ihren letzten Deutschland-Gig. Kurz vorher gehen Running Wild nebenan auf der Faster Stage sogar zum allerletzten Mal überhaupt auf die Bühne.
Die einen gehen, die anderen fangen gerade erst richtig an. Bei der Finalrunde des Metal Battle treten am Mittwoch und Donnerstag über 30 internationale Acts aus verschiedensten Erdteilen gegeneinander an – der Bandwettbewerb findet inzwischen auf sechs Kontinenten statt.
Von klassischem Hardrock, Heavy Metal und Power Metal über Death und Black Metal bis hin zu modernen Core-Klängen hat das Wacken Open Air Vertreter nahezu jedes Subgenres – und darüber hinaus – im Programm. Denn auch Acts, die strenggenommen nicht in die Kategorie „Metal“ gehören, finden in Wacken eine Bühne. Eine Band, die bislang dennoch nie vor der Wacken-Gemeinde gespielt hat, sind Die Toten Hosen. Dabei hätten beide Seiten durchaus Interesse, wie auf Spiegel.de zu lesen ist. Demnach bekundete Veranstalter Thomas Jensen: „Die Toten Hosen sind in Wacken immer willkommen! Fände ich persönlich mega.“ Auch Campino ist alles andere als abgeneigt: „Wir würden unheimlich gern in Wacken spielen. Wir verstehen die Besonderheit des Wacken Open Airs komplett und haben immer mal darauf geschielt, unangekündigt auf einer der kleinen Bühnen zu spielen“ Allerdings findet das Rebellion Festival in Blackpool oft parallel zum W:O:A statt. Auf das Event möchte die Düsseldorfer Punkrock-Institution keinesfalls verzichten. Doch wer weiß: Vielleicht spielen Die Toten Hosen ja tatsächlich in Wacken – wann auch immer.