Bild: Peter Bjöns
Clawfinger melden sich lautstark zurück. Mit ihrer „Before We All Die“-Tour kündigen die skandinavischen Crossover-Veteranen für Herbst 2026 ein kraftvolles Deutschland-Comeback an und steuern ab dem 22. Oktober sechs Städte an –München, Köln, Nürnberg, Hamburg, Berlin und Münster stehen auf dem Reiseplan.
Seit den frühen Neunzigern zählen Clawfinger zu den Wegbereitern eines europäischen Crossover-Sounds, der Metal, Industrial und Rap-Elemente miteinander verschmelzen lässt. Alben wie „Deaf Dumb Blind“, „Use Your Brain“ oder „A Whole Lot of Nothing“ festigten ihren Ruf als Band, die Härte und Haltung kompromisslos vereint. Gesellschaftskritische Themen, von Rassismus über politische Verblendung bis hin zu Umweltzerstörung, prägen ihre Musik bis heute und gehören zu den Gründen, weshalb die Band eine treue weltweite Fangemeinde aufbauen konnte.
Auch 2026 bleibt Clawfinger ihren Werten treu. „Es geht hier nicht darum, Frieden zu finden“, sagt Sänger Zak Tell. „Es geht darum, die Wahrheit auszusprechen – auch wenn sie hässlich ist. Gerade dann.“ Die anstehende Tour verspricht genau jene Mischung aus Wucht, Direktheit und schwarzem Humor, für die die Skandinavier seit über drei Jahrzehnten stehen. Ob bis dahin auch ein neues Album erscheint? Mit “Big Brother”, “Ball & Chain” und “Scum” sind in jüngster Vergangenheit auf jeden Fall neue Songs veröffentlicht worden. Auf die Konzerte darf man sich so oder so freuen. „Die Gigs sind der Ort, an dem die Magie wirklich passiert“, erklärt Tell. Man wolle die Distanz zum Publikum auflösen und eine Atmosphäre schaffen, die am Ende „alle mit verschwitzten Gesichtern und einem guten Gefühl nach Hause schickt“.